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Versuchter Mord in 13 Fällen: Urteil im Strom-Prozess

30-jähriger Würzburger stand in München vor Gericht - 20.01.2020 15:46 Uhr

Zahlreiche Frauen in ganz Deutschland haben sich damit teilweise lebensbedrohlichen Stromschlägen ausgesetzt: Sie dachten, damit an einer wissenschaftlichen Studie teilzunehmen - ein Irrtum.

20.01.2020 © Polizeipräsidium Oberbayern Nord


Im aufsehenerregenden Stromschlags-Prozess vor dem Landgericht München II ist der Angeklagte am Montag zu elf Jahren Haft wegen versuchten Mordes in 13 Fällen verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Informatiker aus Würzburg sich als falscher Arzt ausgegeben und junge Frauen per Internet-Chat dazu gebracht hat, sich selbst lebensgefährliche Stromschläge zuzufügen. Außerdem wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus verhängt.

Die Staatsanwaltschaft hatte 14 Jahre Haft und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gefordert, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

dpa

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