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Warum man Muttermilch nicht mehr so nennen sollte

Genderneutrale Begriffe sollen Abhilfe schaffen - 18.02.2021 13:54 Uhr

Fachkundige Betreuung erleichtert erfolgreiches Stillen.

10.02.2011 © colourbox.com


Feste Begriffe für “Mutter” und “Vater” sollen im Universitätsalltag in Canberra verschwinden. Für “Mutter” wird in dem Handbuch “Austragendes Elternteil” empfohlen (“birthing parents”). Für “Vater” wird künftig der Begriff “nicht-gebärendes Elternteil” (“non-birthing parents”) genutzt. “Muttermilch” wird entsprechend in “Elternmilch” oder “Menschliche Milch” umformuliert. Das berichtet der Stern.

Auch das “Stillen” soll im Universitätsalltag statt “breastfeeding” in “chestfeeding” umbenannt werden. Breast und Chest bedeuten im deutschen gleichermaßen Brust. Chest ist jedoch neutraler als breast, da sich breast vornehmlich auf die weibliche Brust bezieht (Busen).


Kommentar: Gendern im Duden: Endlich werden Frauen in der Gesellschaft sichtbarer


Mit den Neuerungen will man sprachliche Benachteiligungen für Lesbische, Schwule, Bisexuelle und Transgender beseitigen. In den neuen Begriffen ist das sexuelle Geschlecht der Eltern bereits abgebildet.

Gendergerechte Sprache ist auch in Deutschland ein immer bedeutenderes Thema. Der Duden überarbeitet aktuell Berufsbezeichnungen in der neuen Online-Ausgabe. Das Grundgesetz sichert Gleichberechtigung zu, benachteiligt aber selbst mit seiner Sprache Frauen.

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