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"Wir hören auf mit #Pinky": Investor Ralf Dümmel gibt Aus bekannt

Die Geschäftsidee sorgte für eine Welle der Empörung - 20.04.2021 10:55 Uhr

Ralf Dümmel schloss mit den Gründern einen Deal zu den Pinky Gloves ab.

14.04.2021 © Henning Kaiser, dpa


Als "Frauenversteher" präsentierten sich die beiden Erfinder André Ritterswürden und Eugen Raimkulow, als sie in der Geschäftsideen-Sendung "Die Höhle der Löwen" pinkfarbene Einweghandschuhe zum hygienischen Entsorgen von Tampons und Binden vorstellten. Investor Ralf Dümmel schloss mit den Gründern einen Deal ab und unterstützte sie damit in ihrem selbstformulierten Ansinnen, "das Leben der Frauen einfacher zu machen".

Statt Dankbarkeit ernteten die Erfinder ebenso wie der Investor allerdings massive Kritik: Der Einweg-Plastikhandschuh sei nämlich nicht nur umweltschädlich, sondern stigmatisiere auch das Thema Menstruation und sei dementsprechend nicht zeitgemäß. Trotz der öffentlichen Entschuldigung ebbte die Empörungswelle nicht ab.

Am Montag gab "Löwe" Dümmel via Instagram nun das Ende der Handschuh-Idee bekannt: "Gemeinsam mit den Gründern haben wir uns dazu entschieden, dass die Pinky Gloves vom Markt genommen werden." Alle notwendigen Maßnahmen dafür seien bereits eingeleitet, sämtliche Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten sollen eingestellt werden. Die Intention der Gründer sei es nicht gewesen, "jemanden zu diskreditieren oder einen natürlichen Prozess zu tabuisieren", die Entwicklung des Produktes und die Kommunikation wäre nicht durchdacht gewesen, schreibt der 54-Jährige auf Instagram.


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"Menschen machen Fehler – und mit Fehlern muss man umgehen, man muss daraus lernen und man sollte auch die Chance bekommen, an Fehlern zu arbeiten", appellierte Dümmel, der sich bei allen entschuldigt, "deren Gefühle und Emotionen verletzt wurden". Der Investor zeigte Verständnis an der Kritik, "nachhaltig schockiert und traurig" stimmte ihn aber der Hass sowie Gewalt- und Mordandrohungen gegen die Gründer.

sde

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