Erste Bundesländer überlegen bereits

Pläne für 2G+: Müssen sich bald auch Geimpfte wieder testen lassen?

5.11.2021, 11:32 Uhr

"Zutritt im Restaurant nur für Geimpfte oder Genesene! (2G-Regel)" heißt es auf diesem Schild. Kommt bald 2G+?  © Martin Schutt, dpa

Selbst Menschen, die längst den Überblick verloren haben, welche Coronaregeln nun wo gelten, können sich bislang auf einen Grundsatz verlassen: Wer geimpft oder genesen ist, erhält in der Regel problemlos Zugang zu Veranstaltungsorten oder Restaurants. Einen negativen Test müssen lediglich Ungeimpfte vorweisen.

Nun jedoch werden Rufe nach einer 2G+-Regel laut. Gemeint ist, dass auch Geimpfte und Genesene einen solchen Test machen müssen, um Zutritt zu erhalten. "Ich halte eine 2G+-Regel für Veranstaltungen sinnvoll in Regionen mit einer besonders hohen Inzidenz beziehungsweise Hospitalisierungsrate“, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel der Welt. Grund für die Überlegungen ist, dass auch Geimpfte das Virus weitergeben können.

Wer soll das bezahlen?

Berlin erwägt eine solche Regelung bereits. "Aktuell prüfen wir, ob und unter welchen möglichen Bedingungen es Sinn ergibt, dass Geimpfte oder Genesende noch zusätzlich einen negativen Test vorlegen müssen, um Veranstaltungen möglichst gut abzusichern", sagte eine Sprecherin der Berliner Senatskanzlei dem Welt-Bericht zufolge.

Doch wer zahlt für solche Tests künftig? Seit 11. Oktober sind die in der Regel kostenpflichtig. Rüddel will, dass der Staat künftig wieder die Kosten übernimmt - zumindest für Menschen, die geimpft oder genesen sind. Konkret fordert der CDU-Politiker "Bürgertests, deren Kosten die Gesellschaft übernehmen wird".