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Astrazeneca-Impfstoff auch für Ältere: Müssen Lehrer deshalb zurückstecken?

Noch wurde die Priorisierung in Deutschland nicht geändert - 05.03.2021 21:02 Uhr

Die StIKo empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff nun auch für ältere Menschen.

04.03.2021 © Bernd Günther via www.imago-images.de, imago images/Bernd Günther


Die Priorisierung bei den Impfberechtigungen legt die Coronavirus-Impfverordnung des Bundes fest. Noch wurde diese nicht geändert. Deshalb läuft zunächst alles so weiter wie geplant. Lehrkräfte und Kita-Personal können also ihre ausgemachten Impftermine wahrnehmen.

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"Wir sind gerade dabei, ein neues Konzept zu stricken und umzuschichten. Die Änderung entspannt die Impfstoffknappheit für die Älteren aber wesentlich", sagt Ulrike Goeken-Haidl, Sprecherin des Nürnberger Impfzentrums. Der Biontech-Impfstoff sei ohnehin auf jeden Fall weiterhin reserviert für die noch zu impfenden über 80-Jährigen, die in den eigenen vier Wänden leben.

"Wir haben viel vorrätig"

Dass es zu einer wirklichen Impf-Konkurrenz zwischen Älteren und Lehrern sowie Erziehern kommen könnte, befürchtet sie nicht. "Wir sind sehr gut aufgestellt, wir haben viel vorrätig. Und es wollen sich ja nicht gleich alle Lehrer und Erzieher impfen lassen. Die Impfbereitschaft ist aber groß", sagt sie.

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In Nürnberg wurden bislang etwa 46.000 Corona-Impfungen durchgeführt. Nächste Woche werden überdies 3900 neue Astrazeneca-Impfstoffdosen angeliefert, dazu 6192 Dosen des Biontech-Vakzins. Erstmals bekommt das Impfzentrum kommende Woche zudem 700 Dosen des Moderna-Impfstoffs.

Die mobilen Teams impfen derzeit neben Nachrückern auf frei gewordenen Heimplätzen vor allem in den Einrichtungen des Betreuten Wohnens, bei ambulant betreuten Intensiv-WGs, in der Tagespflege für pflegebedürftige Ältere, in Behindertenwerkstätten, Obdachlosen-Einrichtungen, in Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber und Demenz-WGs.

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