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Ausfallende Lieferung: Bayerns Impfzentren sitzen auf dem Trockenen

Krach zwischen dem Freistaat und dem Bund - 30.12.2020 15:55 Uhr

In Bayern sind bereits rund 17.000 Menschen gegen Corona geimpft worden, die meisten davon in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Jetzt gibt es vermutlich Verzögerungen. 

30.12.2020 © Sven Hoppe, dpa


Diese Impfdosen seien in den Impfzentren schon fest eingeplant gewesen, sagte die Ministerin: "Es ist für mich unverständlich, wie gerade bei derartig hohen Infektionszahlen eine komplette Lieferung einfach entfallen kann.

Erst ab 11. Januar soll Bayern wieder wöchentliche Lieferungen über jeweils 107.250 Impfdosen vom Bund erhalten. Aktuell sei man dadurch im Impfangebot "stark beschränkt", betonte Huml: "Wir können leider nur das anbieten, was uns vom Bund geliefert wird."

Zwischenlagerung nötig

Für eine bedarfsgerechte Lieferung sowie zur Gewährleistung der vorgeschriebenen zweiten Impfung müsse von diesen Lieferungen außerdem jeweils die Hälfte der Impfstoffdosen zurückgestellt und in den zentralen Lagerstandorten zwischengelagert werden. Auch der Koordinator der Taskforce Corona-Pandemie des bayerischen Gesundheitsministeriums, Klaus Holetschek (CSU), kritisierte den Lieferungsausfall.

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Für eine professionelle Planung benötige man frühzeitig verlässliche Informationen zu den bevorstehenden Lieferungen. "Die Informationspolitik des Bundes ist hier stark verbesserungswürdig, denn bislang erreichen uns die benötigten Informationen leider nur sehr zögerlich und meist kurzfristig. Die heutige Mitteilung über die entfallende Lieferung zeigt das leider sehr deutlich", so Holetschek. Es sei den bayerischen Bürgern nicht vermittelbar, dass sie trotz hoher Impfbereitschaft auf ihren Schutz gegen Covid-19 warten sollten.

37.000 Impfungen täglich

In Bayern sind nach Angaben Humls bis Mittwochmittag etwa 17.000 Corona-Impfungen vorgenommen worden, die meisten davon in in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Außerdem seien am Mittwoch noch weitere 107.500 Impfdosen in Bayern eingetroffen. Die bayerischen Impfzentren mit ihren mobilen Impfteams könnten täglich 37.000 Menschen impfen. Um die Leistungsfähigkeit der Impfzentren auch nutzen zu können, müsse vom Bund allerdings auch ein ausreichendes Impfstoffkontingent zur Verfügung gestellt werden.

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