"Massiver Interessenskonflikt"

Baumüller wollte Masken an den Freistaat verkaufen - welche Rolle spielte Söders Ehefrau?

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Roland Englisch

Nürnberger Nachrichten

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16.4.2022, 05:58 Uhr
Karin Baumüller-Söder hat mit dem Freistaat über ein Maskengeschäft verhandelt, Markus Söder war offiziell nicht eingebunden.

© Matthias Balk, NN Karin Baumüller-Söder hat mit dem Freistaat über ein Maskengeschäft verhandelt, Markus Söder war offiziell nicht eingebunden.

Auch die Nürnberger Baumüller Gruppe wollte mit dem Freistaat ins Geschäft kommen bei der Beschaffung von Masken. In die Verhandlungen eingebunden war Karin Baumüller-Söder, die Frau des bayerischen Ministerpräsidenten.

Maskendeal kam nicht zustande

Die Gespräche im April 2020 zogen sich über mehr als zwei Wochen. Unterlagen zeigen, dass die Beamten im Gesundheitsministerium den politischen Hintergrund kannten. Sie behandelten den Vorgang vordringlich. Am Ende scheiterte der Handel an mehreren Faktoren. Bayern hatte zwischenzeitlich einen Ankaufstopp beschlossen, hätte Baumüller aber davon ausgenommen.

Der Vorgang wird ein politisches Nachspiel haben. Die SPD kündigte an, sie werde den Fall in den Masken-Untersuchungsausschuss einbringen. Fraktionschef Florian von Brunn sprach auf Nachfrage von einem "massiven Interessenkonflikt" bei Markus Söder. Die Beteiligten versicherten unterdessen, es sei alles mit rechten Dingen zugegangen, Söder habe zu keiner Zeit die Verhandlungen beeinflusst.

Mehr Details zu dem umstrittenen Vorgang lesen Sie in unserem Plus-Artikel auf NN.de:

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