Treffen in der Hauptstadt

Bayern macht Druck: Wird der erste Corona-Gipfel des Jahres vorgezogen?

Stefan Zeitler

Online-Redaktion

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3.1.2022, 07:43 Uhr
Angesetzt ist das Treffen der Ministerpräsidenten für den 7. Januar - unter Umständen kommen Markus Söder und Kollegen aber schon früher zusammen.

© Robert Michael, NNZ Angesetzt ist das Treffen der Ministerpräsidenten für den 7. Januar - unter Umständen kommen Markus Söder und Kollegen aber schon früher zusammen.

In den letzten Tagen des Jahres wurde es noch einmal hektisch in der Hauptstadt. Quasi auf den letzten Drücker wurden die neuen Corona-Maßnahmen für die Weihnachtsfeiertage, Silvester und darüber hinaus verkündet.

Auch Geimpfte müssen sich damit an bestimme Regeln wie ein Kontakt-Limit halten. Alles, was Sie darüber wissen müssen, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Die ersten Tage des neuen Jahres sind vorbei, aber eine zentrale Frage bleibt einmal mehr bestehen: Wie geht es in Deutschland, Bayern, Franken und der Region weiter in Sachen Pandemie? Diese Fragen soll das erste Ministerpräsidententreffen des Jahres beantworten. Angesetzt ist der Gipfel unter der Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz für den 7. Januar. Kommt es aber bereits früher zu dem Gipfel? Durchaus möglich. Die ersten Stimmen werden lauter, dass man das Treffen unbedingt vorziehen müsse – wegen der hochansteckenden Omikron-Variante.

Dabei macht auch Bayern verbal Druck: So plädierte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek gegenüber der Rheinischen Post dafür, die MPK vorzuziehen, "um die Lage erneut zu bewerten". Deutschland sei "in einer volatilen Phase der Pandemie – und das Virus hält sich nicht an Feiertage", mahnte Holetschek weiter zur Vor- und Weitsicht. Zudem sei es ein großer Fehler gewesen, die epidemische Notlage durch den Bund auslaufen zu lassen.

Zuletzt gab es auch Berichte, wonach eine rasante Ausbreitung des Coronavirus zu massiven Arbeitsausfällen führen könnte. Diese könne dann auch die Verfügbarkeit essentieller Dienstleistungen einschränken, wie nun der Spiegel unter Berufung auf Modellrechnungen analysiert.

Europa hart getroffen

Europa und Großbritannien werden derzeit teilweise heftig von Omikron getroffen. Auch Deutschland stehen wohl harte Wochen bis mindestens in den Frühling hinein bevor. "Der Höhepunkt der Welle steht erst noch bevor", warnt Statistiker Christian Hesse in der Bild am Sonntag. In einigen Bundesländern wie Niedersachsen sei die Omikron-Variante dominant.

"In einer Woche wird sie das in ganz Deutschland sein", wird der 61-Jährige dann noch deutlicher. Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist "sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften, die jetzt in die Omikron-Welle laufen", so der 58-Jährige. Die nackten Zahlen: In Deutschland sind derzeit 25,8 Prozent der Bevölkerung ungeimpft, das sind 21,5 Millionen Menschen, darunter 3,1 Millionen Personen über 60 Jahre.

Deutschland braucht einmal mehr einen klaren Plan für die Pandemiebekämpfung. Dieser wird spätestens am 7. Januar angegangen. Eventuell aber auch schon früher.

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