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Corona-Verstöße: Verhängt Bayern bald höhere Strafen?

Entsprechende Pläne werden laut Innenminister Herrmann diskutiert - 05.08.2020 17:07 Uhr

Tausende Menschen demonstrierten am Wochenende in Berlin gegen die Corona-Beschränkungen. Mindestabstand? Fehlanzeige!

© Christoph Soeder, dpa


Sechs Seiten umfasst der Bußgeld-Katalog "Corona-Pandemie" der Bayerischen Staatsregierung. Er ist mit dem Datum April 2020 versehen, einer Zeit, in der es noch keine Großdemonstrationen gegen Corona-Auflagen gab - wie jene am Wochenende in Berlin - und in der sich die Mehrheit der Menschen konsequent an die Kontaktbeschränkungen hielten.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann erklärte nun gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, dass diskutiert werde, die Strafen zu erhöhen, "um noch einen stärkeren abschreckenden Effekt zu erzielen". Er sprach von mehreren Tausend Euro. "Es geht um die Gesundheit der Menschen."

Von 150 bis 5000 Euro Strafe

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Wer in einem Geschäft, im Taxi oder in Öffentlichen Verkehrsmitteln keine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, dem drohen derzeit 150 Euro Strafe. Ein Dienstleiter, der es in seinem Betrieb zulässt, dass der Mindestabstand nicht eingehalten wird und das sich "im Wartebereich mehr als 10 Personen aufhalten" muss mit 1000 Euro Strafe rechnen. Für andere Vergehen sieht der Bußgeld-Katalog sogar 5000 Euro vor.

Auch wer Quarantäne-Vorschriften ignoriert und der Testpflicht nicht nachkommt, soll mehr zahlen müssen, so Herrmann. "Es geht immer um das Risiko, dass andere Menschen angesteckt werden. Deswegen sind wir da so hinterher."


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