Impfungen

Corona: Ab wann gilt man als vollständig geimpft oder genesen?

Simone Madre
Simone Madre

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Wer vollständig geimpft ist, hat einige Vorteile.

Wer vollständig geimpft ist, hat einige Vorteile. © Matthias Bein, dpa

Seit dem 23. August braucht es in Deutschland einen Impfnachweis, Genesenennachweis oder negativen Coronatest, um bestimmte Dinge tun zu können (3G-Regel). Die Maßnahmen können sich in einigen Punkten von Bundesland zu Bundesland unterscheiden - beispielsweise, ob es bei niedrigen Inzidenzwerten Ausnahmen gibt. Die Regelung in Bayern gelten Sie hier.

Wann man als vollständig geimpft oder genesen gilt, wird in der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung vom 4. Mai beschrieben. Wichtig ist zudem, dass man seine Impfung oder Genesung nachweisen kann.

Ab wann gilt man als vollständig geimpft?

Ab dem 15. Tag nach der letzten nötigen Impfung gegen Corona (mit einem oder mehreren der vom Paul-Ehrlich-Institut genannten Impfstoffe) gilt man als vollständig geimpft, solange man keine Corona-Symptome zeigt und keine aktuelle Infektion nachgewiesen wurde.

Bei Biontech, Astrazeneca und Moderna sind zwei Impftermine nötig. Auch wer erst mit Astrazeneca und dann mit einem anderen Stoff geimpft wurde, gilt in Deutschland nach Ablauf der zwei Wochen nach dem letzten Impftermin als vollständig geimpft.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson muss nur einmal geimpft werden. Wer bereits an Corona erkrankt war und das nachweisen kann, benötigt ebenfalls nur eine Impfung. In diesem Fall gilt man ohne Wartezeit als vollständig immunisiert.

Die Impfung muss nachgewiesen werden, um der geimpften Person Vorteile zu verschaffen. Dafür dient unter anderem der klassische Impfausweis, eine Impfbescheinigung des Arztes oder ein auf dem Smartphone hinterlegter Nachweis. In der CovPass-App und der Corona-Warn-App lässt sich der digitale Impfpass einfügen.

Wie lange gilt man als genesen?

Auch hier muss die durchgestandene Infektion mit Corona nachweisbar sein. Hier gilt ein Nachweis mit Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis, also ein PCR-Test, PoC-PCR-Test oder eine weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik. Der positive Test muss mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegen, um der Person Lockerungen zu verschaffen.

Mittlerweile kann man digitale Genesenenzertifikate in Apotheken erhalten, den QR-Code speichert man dann in der CovPass-App oder der Corona-Warn-App ab.

Warum ein Antikörpertest nicht ausreicht, erklärte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums im Mai. "Die PCR-Verfahren sind die Testverfahren mit der bei weitem höchsten analytischen Sensitivität und Spezifität aller anderen Testverfahren zum direkten Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion. Ein serologischer Nachweis SARS-CoV-2-spezifischer Antikörper ist damit nicht vergleichbar. Nach derzeitigem Wissensstand lässt eine solche Untersuchung keine eindeutige Aussage zur Infektiosität oder zum Immunstatus zu. Eine hinreichend sichere individuelle Aussage, ob eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht wurde, ist daher mithilfe eines Antikörpernachweises nicht möglich."