Die Sommertage sind vorbei: Alles andere als beliebig

Sohr
Stephan Sohr

Chefredakteur Nürnberger Zeitung

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7.9.2020, 05:58 Uhr
Durch die diesmal ungewöhnliche Lage ermöglichte das Riesenrad einen ganz anderen Blick auf Nürnberg.

Durch die diesmal ungewöhnliche Lage ermöglichte das Riesenrad einen ganz anderen Blick auf Nürnberg. © Daniel Karmann, dpa

Wenn die Nürnberger Altstadt als Event-Kulisse genutzt werden soll, dann ist ein kritischer Blick angebracht. Der Hauptmarkt als zentraler Platz der Stadt darf nicht völlig beliebig bespielt werden. Wird er auch nicht. Auch nicht mit den "Nürnberger Sommertagen", die nun zu Ende gegangen sind.

Kritiker fragten sich, ob es wirklich sein kann, dass in einer Pandemie mutwillig ein neues Virus-Biotop geschaffen werden kann, nur, um den unter Verdienstausfall leidenden Schaustellern was Gutes zu tun; der Bürgerverein Altstadt beklagte den "lieblosen Rummel" im Herzen der Stadt, der den Blick auf die Frauenkirche verstelle. Wer allerdings einmal mit dem Riesenrad gefahren ist, war euphorisiert. "So" hat man die eigene Stadt noch nicht gesehen. Aus nächster Nähe, sänftengleich in die Höhe transportiert, ergaben sich Blicke über die Dächer Nürnbergs und in die Tiefe, die atemberaubend waren. Für Alt und Jung.


+++ Das ist die Bilanz der Sommertage am Hauptmarkt +++


Die Schausteller freuten sich über das Publikum, das kam; manchmal war es recht voll, doch kein Vergleich mit dem "richtigen" Volksfest. Die Sicherheitsleute berichteten von meist rücksichtsvollen Mitmenschen. Ein neuer Corona-"Hotspot" ist nicht entstanden. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, heißt es gerne. Wie die "Nürnberger Sommertage" eben.

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