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Entwarnung: Britische Corona-Mutante ist nicht tödlicher

Neue Studien: B 1.1.7 ist ansteckender, aber nicht gefährlicher - 13.04.2021 12:30 Uhr

Die Coronavirus-Variante B.1.1.7 ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch.

12.03.2021 © Alexander Limbach via www.imago-images.de, NN


Die britische Corona-Variante B.1.1.7 verursacht inzwischen 80 Prozent aller neuen Covid-Fälle in Deutschland – weil sie ansteckender ist. Grund dafür ist, dass Infizierte deutliche mehr Viren bilden und ausscheiden. Mehr Viren, mehr Infektionen, diese Gleichung gilt unter Forschern bereits als gesichert. Bisher herrschte allerdings Uneinigkeit darüber, ob die britische Mutante auch tödlicher ist. Hier geben zwei Studien nun Entwarnung.

Die Forscher veröffentlichten diese in den Fachmagazinen "The Lancet Infectious Diseases" und "The Lancet Public Health". Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen.

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In ihrer Studie untersuchten Forscher des University College London mit PCR-Tests die Viruslast von Infizierten und werteten die in diesem Zeitraum aufgetretenen schweren Verläufe und Todesfälle aus. Bei Infizierten mit der sogenannten britischen Variante stellten sie eine höhere Viruslast fest. Der Anteil der Patienten, die an Covid-19 starben, war jedoch bei der Variante nicht erhöht.

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Die andere in "The Lancet" veröffentlichte Studie wertete Symptome von Covid-Patienten aus, die diese über eine App des Gesundheitssystems meldeten. Mittels Gensequenzierung stellten sie zudem fest, an welcher Corona-Variante die Betroffenen erkrankt waren. Auch diese Studie stellte keine signifikanten Unterschiede bei der Schwere der Erkrankung sowie bei nachweisbaren Langzeitwirkungen einer Infektion fest.

Da die Studien beide im vergangenen Winter in London und Südengland durchgeführt wurden, wo sich die Variante B.1.1.7 zu dieser Zeit rapide ausbreitete, hatten die Forscher eine gute Vergleichbarkeit beider Varianten. Allerdings räumen die Wissenschaftler ein, dass zusätzliche Studien nötig seien, um die Erkenntnisse weiter zu bestätigen.

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