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Februar oder doch nach Ostern? Debatte um Schulöffnungen tobt

Jedes Bundesland verfolgt derzeit seine eigene Pläne - 25.01.2021 15:39 Uhr

In Bayern sollen ab Anfang Februar Abschluss- und Berufsschüler wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren.

22.01.2021 © Soeren Stache, dpa


Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), nannte Anfang Februar als ersten möglichen Termin für Schulöffnungen. "Sicher nicht vollständig", schränkte sie ihre Prognose ein, aber Wechselunterricht halte sie für umsetzbar. Allerdings anfangs nur für Abschlussklassen und die ersten Klassenstufen. Außerdem betonte sie: "Kein Land sollte auf ein anderes warten müssen."

Bildung ist Ländersache. Damit liegt auch die konkrete Entscheidung über die Öffnung der Schulen bei den jeweiligen Bildungsministerien. Ernst verwies auf ein sehr unterschiedliches Infektionsgeschehen in den Ländern, wodurch unterschiedliche Vorgehensweisen denkbar seien. In der Ministerpräsidentenkonferenz vergangene Woche wurde hingegen festgelegt, die Schulen bis mindestens 14. Februar geschlossen zu halten.

Der Bayerische Weg

In Bayern sollen Berufs- und Abschlussschüler an Gymnasien ab 1. Februar in den Präsenzunterricht zurückkehren, so Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vergangene Woche. Für sie soll es Wechselunterricht geben, womit die Ansteckungsgefahr gering gehalten werden soll. Alle anderen Schüler sollen bis 14. Februar weiter zuhause oder in einer Notbetreuung unterrichtet werden.

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Das machen die Nachbarländer

In Baden-Württemberg sollen zunächst die Grundschulen Anfang Februar wieder ihren Betrieb aufnehmen. Eine Präsenzpflicht soll es aber nicht geben. In Thüringen hingegen sprach Bildungsminister Helmut Holter (Linke) noch am Sonntag davon, dass er von einer Schulschließung bis Oster ausgehe. In Hessen werden Abschlussklassen schon wieder vor Ort beschult, ab Jahrgangsstufe sieben gilt der Distanzunterricht zuhause. In Sachsen stehen derzeit ebenfalls die Türen nur für Abschlussklässler offen - sie werden in geteilten Klassen unterrichtet.


Corona in Bayern: Inzidenzwert sinkt weiter.


Normaler Schulbetrieb

Ein normaler Schulbetrieb zeichnet sich aufgrund der weiterhin angespannten Corona-Lage erstmal nicht ab. Die Empfehlung des Robert-Koch-Institut (RKI) bezüglich Schulöffnungen lautet: Erst ab einem Inzidenzwert unter 50 kann wieder normaler Unterricht stattfinden. Der Inzidenzwert beträgt in Bayern derzeit 107,0 (Quelle: Robert Koch-Institut, Stand: 25.1.2021; 0 Uhr).

ndw

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