Corona-Regeln

Fitnessstudios in Bayern: Diese Regeln gelten für den Besuch

9.6.2021, 14:09 Uhr
Nach monatelanger Schließung durch die weltweite Covid-19-Pandemie durften Fitnessstudios im Mai endlich wieder unter Auflagen öffnen.

Nach monatelanger Schließung durch die weltweite Covid-19-Pandemie durften Fitnessstudios im Mai endlich wieder unter Auflagen öffnen. © Fitness Complete

"Click & Fit" nennt sich das Modell, dass nach Monaten des Lockdowns wieder eine Möglichkeit zum Training gibt. Mit der neuen13. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) dürfen Fitnessstudios automatisch öffnen, wenn der Inzidenzwert stabil unter 100 liegt, es braucht keine gesonderte Bekanntgabe der jeweiligen Stadt oder des Landkreises.

Für Fitnessstudios gelten dabei die gleichen Regeln wie für Sportplätze und Tanzschulen.

Wie funktioniert Click & Fit genau?

Dazu gibt es ein Rahmenkonzept Sport, auf dessen Basis Fitnessstudios ein eigenes Schutz- und Hygienekonzept ausarbeiten müssen. Dieses Rahmenkonzept wurde am 20. Mai angepasst und enthält folgende Punkte:

- Besucher brauchen bei einer Inzidenz über 50 einen negativen Corona-Test. Ein PCR-Test oder Schnelltest darf maximal 24 Stunden alt sein. Alternativ können Fitnessstudiobesucher auch vor Ort einen Selbsttests unter Aufsicht eines Studioangestellten durchführen. Das bietet allerdings nicht jedes Studio an. Liegt die Inzidenz stabil unter 50, entfällt die Testpflicht.

- Außerdem braucht es laut Rahmenkonzept einen Termin. Bei vielen Fitnessstudios wird dieser direkt vor Ort ausgemacht.

- Es herrscht prinzipiell eine Maskenpflicht. Die FFP2-Maske darf bei der Sportausübung und beim Duschen abgelegt werden. Für das Personal reicht eine medizinische Gesichtsmaske.

- Personen mit unspezifischen Symptomen wie Schnupfen und Husten wird der Zutritt ebenso verboten wie Personen mit Corona-spezifischen Symptomen wie dem Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns.

- Duschen und Umkleideräume dürfen prinzipiell öffnen. Trockengebläse wie Föne und Handtrocker dürfen aber nur verwendet werden, wenn diese über eine HEPA-Filterung verfügen, bei Haartrocknern braucht es zudem zwei Meter Abstand zwischen den Geräten und eine regelmäßige Desinfektion.

- Umkleiden dürfen unter Einhaltung des Mindestabstands genutzt werden, solange die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dies nicht verbietet.

- Es braucht eine regelmäßige Frischluftzufuhr auch in den WCs und Duschräumen.

- Kurse dürfen prinzipiell stattfinden, wenn sie zu regelmäßigen Terminen und nach Möglichkeit in festen Gruppen stattfinden.

- Für Geräte, die von verschiedenen Personen angefasst werden, ist eine "erhöhte Reinigungsfrequenz" vorgesehen. Eine genaue Regelung für Fitnessgeräte findet sich hier nicht. Für sportartspezifische Regelungen können die Rahmenkonzepte der jeweiligen Spitzenfachverbände als Grundlage dienen. Typischerweise desinfizieren die Besucher ihre Geräte nach jeder Benutzung.

Verwirrung um Schnelltest-Alter

In einer vorigen Version des Rahmenkonzepts Sport vom 6. Mai war noch die Rede davon, dass ein PCR-Test für das Training 48 Stunden alt sein darf. Dies widersprach aber der damals gültigen Zwölften Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Dort steht in Paragraph 27, dass "ein vor höchstens 24 Stunden vorgenommener POC-Antigentest, Selbsttest oder PCR-Test" erforderlich ist. Das führte sowohl bei Fitnessstudio-Gängern als auch -Betreibern zur Verwirrung.

Fakt ist: Auch ein PCR-Test darf nur 24 Stunden alt sein. Kommt das Ergebnis später aus dem Labor zurück, bringt der Nachweis dem Trainingswilligen also nichts mehr.