Grundsatzprogramm steht: Mit diesen Ideen wollen die Grünen regierungsfähig werden

22.11.2020, 16:27 Uhr
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Klima: Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel

"Zentrale Grundlage" für die Politik der Grünen sind das Klimaabkommen von Paris und der Bericht des Weltklimarats zum 1,5 Grad-Ziel. Es geht darum, die Erderwärmung auf 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Experten zufolge wären die Risiken für schwerste Schäden im Ökosystem bei 1,5 Grad deutlich geringer als bei 2 Grad Erderwärmung, allerdings halten viele das für kaum noch erreichbar - und die Politik müsste stark an Tempo zulegen bei der Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes. Teile der Basis und die Klimaschutzbewegung hatten von den Grünen ein stärkeres Bekenntnis zum 1,5 Grad-Ziel gefordert. © Daniel Reinhardt, dpa

Von ihrer pauschalen Ablehnung der Gentechnik in der Landwirtschaft rücken die Grünen ein Stückchen ab. Sie betonen nun, dass auch in diesem Bereich die
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Keine pauschale Ablehnung der Gentechnik

Von ihrer pauschalen Ablehnung der Gentechnik in der Landwirtschaft rücken die Grünen ein Stückchen ab. Sie betonen nun, dass auch in diesem Bereich die "Freiheit der Forschung zu gewährleisten" sei. "Nicht die Technologie, sondern ihre Chancen, Risiken und Folgen stehen im Zentrum." © Beemster, NN

Schulen und Kitas sollen kostenlos werden, außerdem Lernmittel für Lernende und Lehrende, einschließlich digitaler Endgeräte, benötigter Software und Internetzugang. Endgeräte können zum Beispiel Tablets oder Laptops sein. Außerdem soll es einen nicht zurückzuzahlenden staatlichen Bildungszuschuss geben, der der von Eltern, Alter und Leistungen unabhängig ist.
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Schule und Bildung

Schulen und Kitas sollen kostenlos werden, außerdem Lernmittel für Lernende und Lehrende, einschließlich digitaler Endgeräte, benötigter Software und Internetzugang. Endgeräte können zum Beispiel Tablets oder Laptops sein. Außerdem soll es einen nicht zurückzuzahlenden staatlichen Bildungszuschuss geben, der der von Eltern, Alter und Leistungen unabhängig ist. © Patrick Pleul, dpa

Das Wahlalter soll auch im Bund sinken, ohne eine klare Festlegung wie weit. Die Grünen wollen
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Wahlalter senken

Das Wahlalter soll auch im Bund sinken, ohne eine klare Festlegung wie weit. Die Grünen wollen "Wahlhürden schrittweise abbauen, das Wahlalter deutlich absenken und weitere Beteiligungsmöglichkeiten auf allen Ebenen ausbauen". © e-arc-tmp_20151111-105511-001.jpg, NNZ

Die
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Existenzsicherung

Die "Garantiesicherung" soll aus Sicht der Grünen Hartz IV ersetzen. "Sie schützt vor Armut und garantiert ohne Sanktionen das soziokulturelle Existenzminimum", heißt es dazu. Die Sicherung soll "ohne weitere Bedingungen für jeden Menschen gelten, dessen eigene finanzielle Mittel nicht ausreichen" - also nicht bedingungslos gezahlt werden. Dennoch erklären die Grünen auch: "Dabei orientieren wir uns an der Leitidee eines Bedingungslosen Grundeinkommens." © Oliver Berg

Die Grünen betonen die Rolle der Polizei zum Schutz von Sicherheit und Grundrechten, unterstreichen aber auch:
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Polizei soll diskriminierungsfrei werden

Die Grünen betonen die Rolle der Polizei zum Schutz von Sicherheit und Grundrechten, unterstreichen aber auch: "Sie braucht eine diskriminierungssensible Aus- und Weiterbildung, eine gute Ausstattung und ausreichend Personal – in der Stadt und auf dem Land - sowie unabhängige Polizeibeauftragte." © Martin Dziadek via www.imago-images.de, imago images/Die Videomanufaktur

Ziel ist für die Grünen eine
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Wirtschaft

Ziel ist für die Grünen eine "sozial-ökologische Marktwirtschaft". Dazu gehört für die Partei eine Orientierung am Gemeinwohl. Wachstum, Effizienz, Wettbewerb und Innovation sind keine Ziele in sich sondern "Mittel zum Zweck". "Wirtschaftswachstum ist nicht per se das Problem, die mit Wachstumszwängen einhergehende Übernutzung natürlicher Ressourcen und Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft schon." © Stefan Sauer, dpa

Die Grünen selbst wollen vielfältiger werden und haben sich daher für ein neues Parteistatut ausgesprochen - die formelle Abstimmung muss schriftlich erfolgen. Sie verzichten aber auf feste Quoten etwa für Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund. Stattdessen heißt es: 
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Vielfalt

Die Grünen selbst wollen vielfältiger werden und haben sich daher für ein neues Parteistatut ausgesprochen - die formelle Abstimmung muss schriftlich erfolgen. Sie verzichten aber auf feste Quoten etwa für Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund. Stattdessen heißt es: "Die Repräsentation von gesellschaftlich diskriminierten oder benachteiligten Gruppen mindestens gemäß ihrem gesellschaftlichen Anteil auf der jeweiligen Ebene ist unser Ziel." © imago stock&people via www.imago-images.de, imago images/Christian Ohde