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In Neumarkt entwickelt: Bayern stellt neue Schulsoftware vor

"Visavid" soll für Videokonferenzen verwendet werden - 17.04.2021 14:00 Uhr

Visavid ist nach Angaben des Ministeriums ein maßgeschneidertes Programm für Schulen. Die Software stammt von einem Unternehmen aus Neumarkt namens Auctores GmbH. Sie soll das Lernen in der Pandemie daheim erleichtern. Die Daten würden nur in großen Rechenzentren der EU verarbeitet, hieß es weiter. Die Software könne auf jedem Gerät mit Internetanbindung via Browser genutzt werden und müsse nicht installiert werden.

In der Datenschutzerklärung von Visavid steht unter anderem, dass Daten unter "Wahrung der berechtigten Interessen von uns oder Dritten" verarbeitet werden können. Als Beispiel für ein berechtigtes Interesse ist hier "Werbung und Marketing" angeführt. Außerdem wird in einem anderen Absatz erklärt: "Der Verwendung Ihrer personenbezogenen Daten für Werbezwecke können Sie jederzeit insgesamt oder für einzelne Maßnahmen widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen."

Das Kultusministerium erklärt auf Nachfrage des Online-Portals Heise, dass für Unterricht eine Auftragsverarbeitung für die jeweilige Schule vorgesehen ist. Die Datenverarbeitung zu eigenen Zwecken sei bei dem Angebot der Auctores GmbH für das bayerische Kultusministerium ebenso wie die Datenübertragung in Drittländer ausgeschlossen. Weiter erklärte das Ministerium gegenüber dem Online-Portal: "Die auf Onlineanwendungen spezialisierte Auctores GmbH hat sich mit ihrem Videokonferenztool Visavid in einem EU-weiten, offenen Vergabeverfahren durchgesetzt."


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Das System Mebis, das wegen technischer Probleme Ende vergangenen Jahres in der Kritik stand, soll unabhängig davon weiter genutzt werden. Bei der Lernplattform können Lehrer und Schüler Inhalte hochladen, aber keine Videokonferenzen durchführen. Bisher kommunizieren viele Schulen per Video mit der Software Microsoft Teams, die noch bis Ende des Schuljahres zur Verfügung steht.

dpa/jm

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