Donnerstag, 21.11.2019

|

zum Thema

Kommentar: Schule schwänzen für das Klima - richtig so!

Rektoren und Lehrer sollten das Engagement der Jugendlichen nicht bestrafen - 25.01.2019 11:01 Uhr

#FridaysForFuture heißt die Aktion, bei der Schüler bundesweit für mehr Anstrengungen im Klimaschutz demonstrieren. © Julian Stratenschulte/dpa


Schüler, die von ihren Lehrern massiv unter Druck gesetzt werden, Schulleiter, die per Durchsage schon einmal vorsorglich Verweise androhen: Solche Berichte erreichen unsere Redaktion auch aus Schulen in der Region. Viele Rektoren wollen es nicht hinnehmen, dass Schüler dem Unterricht fernbleiben und zur Klima-Demo nach Berlin fahren. In Deutschland gelte schließlich nicht umsonst Schulpflicht.

Natürlich kann man so argumentieren, aus rein juristischer Sicht muss man wohl sogar so argumentieren. Aber, mit Verlaub: Es ist ja nicht so, dass mit dem bisher einzigen Phänomen dieser Art gleich das Ende der Schulpflicht eingeläutet wird. Zumal die Schüler tun, was die ältere Generation doch immer von ihnen einfordert: Sie zeigen politisches Engagement, stehen auf für die Themen, die ihnen am Herzen liegen.

Bilderstrecke zum Thema

#FridaysForFuture: Schüler in Erlangen demonstrieren gegen Klimawandel

#FridaysForFuture: Unter diesem Motto gehen in diesen Tagen Schüler in ganz Deutschland auf die Straßen der Republik. Ihr Ziel: Auf den nicht aufhörenden Klimawandel in der ganzen Welt hinzuweisen. Auch in Erlangen wurden am Freitag die Hausaufgabenhefte abgelegt. Am Hugenottenplatz fanden sich hunderte Menschen ein. Hier kommen die Bilder.


Lehrer sollten Rückgrat zeigen

Natürlich werden viele Klimawandelskeptiker nun wieder ätzen, die Kinder seien Opfer einer Gehirnwäsche von "den Medien" oder "den Altparteien" geworden, und natürlich werden diese Skeptiker wieder ihre obskuren Links posten und argumentieren, dass wir alle trotz Artensterben, trotz Abholzung, trotz Umweltverschmutzung doch nichts ändern müssen an unserem Lebensstil. Wer so konsequent die Augen vor wissenschaftlichen Erkenntnissen verschließt, dem ist aber ohnehin nicht mehr zu helfen.

Bilderstrecke zum Thema

Schülerstreik für den Klimaschutz: Demonstration mitten in Nürnberg

Demo statt Schule: Um zehn Uhr versammelten sich in Nürnberg zahlreiche Schüler und Schülerinnen, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. "There is no Planet B" oder "The climate ist changing, why aren't you", stand auf den Plakaten, die die Jugendlichen auf ihrem Weg durch die Stadt in die Höhe hielten. Unter dem Motto #FridaysForFuture fand der Schülerstreik am Freitag in vielen deutschen Städten statt.


Die Schüler beweisen mit ihrem Entschluss, für die Zukunft des Planeten auf die Straße zu gehen und dafür auch Strafen in Kauf zu nehmen, eines: viel Rückgrat. Auch Lehrer und Rektoren sollten Rückgrat zeigen. Einige haben es - auch das hören wir von Schulen in der Region - bereits getan. Respekt dafür.


#FridaysforFuture, Schwänzen für das Klima: Das steckt hinter dem Schulstreik.


92

92 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Politik