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Kommunalwahl 2020: In diesen Städten wird es spannend

In Schwabach und Nürnberg ist die Lage vor dem Urnengang 2020 völlig offen - 06.02.2020 14:39 Uhr

In einigen bayerischen Städten könnte die OB-Wahl spannend werden. © dpa/Bodo Schackow


Vergleichsweise übersichtlich ist die Lage in Fürth. In der Kleeblattstadt tritt Thomas Jung (SPD) erneut an. Er gilt als klarer Favorit und kandidiert für seine vierte Amtszeit. Auch sein Erlanger Parteifreund Florian Janik kandidiert wieder.

Er ist in der Hugenottenstadt seit Mai 2014 Oberbürgermeister. Doch am 15. März 2020 trifft er auf starke Konkurrenz: Insgesamt acht OB-Kandidaten haben sich in Erlangen aufstellen lassen. darunter ist unter anderem der 39-jährige SPD-Mann und aktueller CSU-Fraktionsvorsitzende im Erlanger Stadtrat, Jörg Volleth.


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In Ansbach, Gunzenhausen, Herzogenaurach und Forchheim stellen sich ebenfalls die Amtsinhaber erneut zur Wahl.

In Ansbach ist es die parteilose Carda Seidel, in Forchheim Uwe Kirschstein von der SPD, dem CSU-Mann Udo Schönfelder das Amt abjagen will. Auch Gunzenhausens Stadtoberhaupt Karl-Heinz Fitz (CSU) strebt eine zweite Amtszeit an, dort gibt es bislang drei weitere Kandidaten.

German Hacker (SPD) tritt in Herzogenaurach erneut an. Der amtierende Bürgermeister konkurriert Mitte März mit Sabine Hanisch (CSU)um das Amt, außerdem stehen die Stadtratsmitglieder Manfred Welker (FW) und Georgios Halkias (Grüne) zur Wahl sowie Michael Dassler von der FDP und Steffen Moroslow von der Partei.

In Schwabach ist alles offen

Schwabachs aktueller OB Matthias Thürauf (CSU) wird bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr zur Wiederwahl antreten, stattdessen wirft für die CSU der bisherige Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, Dr. Michael Fraas, seinen Hut in den Ring. Thürauf wäre wohl durchmarschiert, jetzt könnte es auf ein recht offenes Rennen hinauslaufen. Die Sozialdemokraten haben ich ebenfalls auf einen Kandidaten festgelegt: Schwabachs SPD-Chef Peter Reiß tritt an.

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Große Konkurrenz in Bayreuth und Bamberg?

Ebenfalls unklar ist die Situation in Bayreuth und Bamberg. In der Wagnerstadt gab die Amtsinhaberin Brigitte Merk-Erbe von der Freien Wählervereinigung Bayreuther Gemeinschaft (BG) Ende September 2019 bekannt, erneut für den Posten zu kandidieren. Neben ihr bewerben sich gleich sechs weitere Kandidaten für die Wahl des Oberbürgermeisters - so viele wie noch nie in Bayreuth.

Ähnlich turbulent könnte es auch in Bamberg zugehen. Dort steht Andreas Starke (SPD) seit 13 Jahren an der Spitze der Verwaltung, trifft heuer aber auf zahlreiche Konkurrenten. Geht es nach dem 62-jährigen Kommunalpolitiker, dann bleibt er auch nach dem 15. März Bambergs Stadtoberhaupt. Gegen sieben Mitbewerber um das Amt des Bamberger Oberbürgermeisters müsste sich Starke dafür am Wahlsonntag durchsetzen - oder zwei Wochen später, falls es zur Stichwahl kommt.

Spekulationen gab es im Vorfeld hinsichtlich der Landtagsabgeordneten und Bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Ende Oktober wurde sie allerdings als stellvertretende Parteivorsitzende der CSU bestätigt. Nun ist klar, dass sie nicht das OB-Amt im Auge hatte.

In Würzburg will Schuchhardt OB bleiben

In Würzburg ist sicher, dass Amtsinhaber Christian Schuchhardt OB bleiben will. Der 50-jährige Politiker ist seit 2014 im Amt, stammt aus Hessen und gehört deshalb der CDU an. Die CSU unterstützt ihn aber. Konkurrenz bekommt der 50-Jährige dabei vom Kreisvorsitzenden der Grünen im Landkreis Würzburg, dem 44-jährigen Lehrer Martin Heilig. Die SPD schickt die frühere Europaabgeordnete Kerstin Westphal (57) ins Rennen um das mächtigste Amt in Würzburg. Weitere Kandidaten treten für die Freien Wähler, die Linke, sowie die ÖDP an.

Ein Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters von Würzburg hat indes für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt. Denn "Die Partei" setzt auf den bekannten Kriminalbiologen Mark Benecke. Der 49-Jährige ist Buchautor und tritt als Experte im Fernsehen auf. Er untersuchte unter anderem bereits den Schädel Adolf Hitlers.

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