Konrad Adenauer in Franken: Eine Erinnerung in Bildern

19.4.2017, 13:13 Uhr
1957 in Nürnberg: Bundeskanzler Konrad Adenauer kniet im Mittelgang der Klarakirche nieder zum Gebet.  Vorher hatte er einen Rundgang durch das Germanische Nationalmuseum gemacht und beim Landesparteitag der CSU im Messehaus gesprochen. Dort gestand er: "Ich interessiere mich dafür, feststellen zu können, welche Wandlungen hier vor sich gegangen sind, seitdem ich zum letzten Male bei Ihnen weilte. Ich gestehe aufrichtig, der Nürnberger Lebkuchen ist mir lieber als das, was ich damals bekommen habe." Er spielte damit auf Tumulte bei seinem letzten Besuch an.
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Für den letzte Bahnhofsvorsteher von Wendelstein, Maximilian Schreier, war der Besuch des Bundeskanzlers 1957 eine echte Überraschung: "Der Staatsmann hat Termine in Nürnberg. Er übernachtet nicht etwa in der Noris, sondern sucht einen ruhigen Ort, an dem er in seinem eigenen Waggon schlafen kann. Was liegt da näher als der Wendelsteiner Bahnhof, wo abends alles ruhig ist?"
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Im Sommer 1961 machte Adenauer erneut in Nürnberg Station. Eine zweimotorige Maschine der Luftwaffe vom Typ Queen Air brachte ihn danach zur nächsten Kundgebung nach Bamberg.
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Tausende von Nürnbergern bereiteten Adenauer bei dem Wahlkampftermin einen herzlichen Empfang. Womit er nicht gerechnet hatte: Denn 1949 hatte es bei seinem ersten Besuch in der Stadt schwere Tumulte gegeben. Gegner bewarfen sein Auto trotz einer Polizeieskorte mit Steinen, Scheiben gingen zu Bruch.
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Lachend nahm der gebürtige Kölner eine Kiste mit Nürnberger Spielsachen entgegen, die ihm vom CSU-Bezirksvorsitzenden Karl Schäfer (Mitte) und dem seinerzeitigen Chef der Jungen Union, Helmut Bühl, unter dem Beifall der Menge in der Messehalle überreicht wurde.
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Ausserdem gab's für Adenauer eine Kiste Nürnberger Lebkuchen als Erinnerung an seine Besuche in der Stadt, überreicht von Karl Schäfer, CSU-Landtagsmitglied.
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Nächste Station, Bamberg: Bundeskanzler Konrad Adenauer sprach nach seinem Nürnberg-Besuch in der Domstadt.  Auf dem Domplatz begrüßte der 85-jährige Bundeskanzler rund 40.000 Zuhörer.
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Als John F. Kennedy 1963 die junge Bundesrepublik besuchte, zeigten sich an seiner Seite der Fürther Wirtschaftsminister Ludwig Erhard, Bundespräsident Heinrich Lübke und Kanzler Konrad Adenauer vor der Villa Hammerschmidt in Bonn. Ludwig Erhard wurde 1963 gegen seinen Willen sein Nachfolger.
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Sein letzter Wahlkampftermin in Nürnberg: 1965 machte Adenauer mit 89 Jahren abermals in der Noris Station und fuhr mit CSU-Chef Franz-Josef Strauß vom Flughafen in die Innenstadt. Dort hielt er die einzige Wahlrede auf bayerischem Boden und wurde stürmisch gefeiert. Tausende säumten die Straßen.
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Die Neunkirchner Jugendkapelle hatte dem Ex-Kanzler beim letzten Besuch in Nürnberg ein Ständchen gespielt. Der CDU-Politiker, so heißt es in historischen Aufzeichnungen, war begeistert vom "Spiel der flotten Musikanten".
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