Maskenpflicht, Demos, Kita: Bayerns Corona-Fahrplan im Überblick

20.4.2020, 12:30 Uhr
Als erstes westdeutsches Bundesland führt Bayern eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von der kommenden Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz, Alltagsmasken oder auch Schals Pflicht sein, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag.
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Maskenpflicht in allen Geschäften und im ÖPNV

Als erstes westdeutsches Bundesland führt Bayern eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von der kommenden Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz, Alltagsmasken oder auch Schals Pflicht sein, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag. © Imago/Michael Weber

Sollten einige Kommunen in Bayern schon in dieser Woche die Maskenpflicht anordnen wollen, sei dies auch möglich, sagte Söder. Dies sei bei regionalen Hotspots mit hohen Ansteckungszahlen durchaus sinnvoll.
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Maskenpflicht in regionalen Hotspots

Sollten einige Kommunen in Bayern schon in dieser Woche die Maskenpflicht anordnen wollen, sei dies auch möglich, sagte Söder. Dies sei bei regionalen Hotspots mit hohen Ansteckungszahlen durchaus sinnvoll. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Eltern in Bayern sollen zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind.
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Eltern müssen keine Kita-Gebühren zahlen

Eltern in Bayern sollen zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. © dpa/Peter Kneffel

Auch bei Gottesdiensten deutete Söder eine Lockerung an. Ab 3. Mai seien Treffen von Glaubensgemeinschaften unter strengen Auflagen vorstellbar. Die Lockerungen sollen für alle Glaubensgemeinschaften gelten
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Gottesdienste wohl ab Mai wieder möglich

Auch bei Gottesdiensten deutete Söder eine Lockerung an. Ab 3. Mai seien Treffen von Glaubensgemeinschaften unter strengen Auflagen vorstellbar. Die Lockerungen sollen für alle Glaubensgemeinschaften gelten © Imago/Mario Hösel

Trotz der Corona-Krise soll es laut Söder künftig auch in Bayern wieder mehr Möglichkeiten für Demonstrationen geben. Er habe den Innenminister gebeten, in dieser Woche noch einen Vorschlag zu machen, der eine Struktur für die nächsten Wochen legen könne, sagte der CSU-Chef. Denkbar sei die Erlaubnis von Versammlungen von bis zu 20 Personen.
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Kleinere Demos sollen bald wieder möglich sein

Trotz der Corona-Krise soll es laut Söder künftig auch in Bayern wieder mehr Möglichkeiten für Demonstrationen geben. Er habe den Innenminister gebeten, in dieser Woche noch einen Vorschlag zu machen, der eine Struktur für die nächsten Wochen legen könne, sagte der CSU-Chef. Denkbar sei die Erlaubnis von Versammlungen von bis zu 20 Personen. © Imago

Auch die rund 30.000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert sind, sollen künftig mehr Hilfen bekommen - Söder sagte zu, dass sie monatlich 1000 Euro bekommen sollen.
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Künstler sollen unterstützt werden

Auch die rund 30.000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert sind, sollen künftig mehr Hilfen bekommen - Söder sagte zu, dass sie monatlich 1000 Euro bekommen sollen. © Hans-Joachim Winckler

Auch bei der Öffnung der Schulen dürfe es kein überstürztes Vorgehen geben. Wann genau welche Klassen wieder zurück in die Schulen können, müsse noch geklärt werden. Söder stellte in Aussicht, dass ab Mitte Mai die vorbereitenden Klassen in die Schulen zurückkehren könnten: die 11. Klassen an Gymnasien, die 9. an Realschulen, die 8. an Mittelschulen und möglicherweise sogar die vierten Grundschulklassen.
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"Kein normales Schuljahr"

Auch bei der Öffnung der Schulen dürfe es kein überstürztes Vorgehen geben. Wann genau welche Klassen wieder zurück in die Schulen können, müsse noch geklärt werden. Söder stellte in Aussicht, dass ab Mitte Mai die vorbereitenden Klassen in die Schulen zurückkehren könnten: die 11. Klassen an Gymnasien, die 9. an Realschulen, die 8. an Mittelschulen und möglicherweise sogar die vierten Grundschulklassen. © dpa/Robert Michael

Nach der Kritik von Bayerns Oberstem Rechnungshof (ORH) am Corona-Rettungsschirm der Staatsregierung kündigte Söder in seiner Rede Nachbesserungen an: Für den im Fokus der Kritik stehenden Bayern-Fonds werde es nun eine engere Kontrollmöglichkeit durch den Landtag geben. Es brauche ein parlamentarisches Begleitgremium, da der Bayern-Fonds die Unterstützung des Landtags brauche.
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Nachbesserungen am Corona-Rettunsgschirm

Nach der Kritik von Bayerns Oberstem Rechnungshof (ORH) am Corona-Rettungsschirm der Staatsregierung kündigte Söder in seiner Rede Nachbesserungen an: Für den im Fokus der Kritik stehenden Bayern-Fonds werde es nun eine engere Kontrollmöglichkeit durch den Landtag geben. Es brauche ein parlamentarisches Begleitgremium, da der Bayern-Fonds die Unterstützung des Landtags brauche. © Imago

Hier macht Söder, anders als bei den Künstlern, wenig Hoffnungen. Er wolle, sagt er zwar, sich im Bund dafür einsetzen, dass die Mehrwertsteuer im Gastro- und Hotelleriebereich generell auf sieben prozent gesenkt werde. Das brächte allein den Betrieben im Freistaat rund 250 Millionen Euro ein. Doch dafür müssten sie erst einmal Geld verdienen. Und das tun sie auf absehbare Zeit nicht.
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Gastronomie und Hotellerie

Hier macht Söder, anders als bei den Künstlern, wenig Hoffnungen. Er wolle, sagt er zwar, sich im Bund dafür einsetzen, dass die Mehrwertsteuer im Gastro- und Hotelleriebereich generell auf sieben prozent gesenkt werde. Das brächte allein den Betrieben im Freistaat rund 250 Millionen Euro ein. Doch dafür müssten sie erst einmal Geld verdienen. Und das tun sie auf absehbare Zeit nicht. © dpa/Soeren Stache

Ab kommenden Montag dürfen Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern öffnen - es ist jene Grenze, die im Baurecht den Einzel- vom Großhandel unterscheidet. Söders große Sorge: Wenn zu viele Menschen gleichzeitig wieder in die Städte strömen, lässt sich der Abstand zwischen ihnen nicht mehr garantieren. Corona könnte dann erneut aufflammen. Auch deshalb bleiben, anders als in Nordrhein-Westfalen, die Möbelhäuser im Freistaat vorerst zu.
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Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter öffnen

Ab kommenden Montag dürfen Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern öffnen - es ist jene Grenze, die im Baurecht den Einzel- vom Großhandel unterscheidet. Söders große Sorge: Wenn zu viele Menschen gleichzeitig wieder in die Städte strömen, lässt sich der Abstand zwischen ihnen nicht mehr garantieren. Corona könnte dann erneut aufflammen. Auch deshalb bleiben, anders als in Nordrhein-Westfalen, die Möbelhäuser im Freistaat vorerst zu. © dpa/Hauke-Christian Dittrich