Paukenschlag: Doch kein verkaufsoffener Sonntag in Erlangen

17.8.2020, 18:39 Uhr
Verkaufsoffener Sonntag in Erlangen (Archivbild)

© Harald Sippel Verkaufsoffener Sonntag in Erlangen (Archivbild)

Grund ist eine Nachfrage der Regierung von Mittelfranken. Da sie kurzfristig nicht beantwortet werden könne, heißt es vom City-Management Erlangen, habe man sich entschlossen, die Veranstaltung abzusagen. Demnach habe die Entscheidung gegen den Shopping-Sonntag am 23. August nichts mit Corona und einer möglichen Infektionsgefahr zu tun, erläuterte ETM-Pressesprecher Oliver Timmermann auf Nachfrage. Vielmehr gehe es um die Frage der so genannten Anlassenbezogenheit.

Ohne Anlassbezogenheit sind verkaufsoffene Sonntage in Erlangen nicht durchführbar, weswegen das City-Management jeweils über die Verwaltung der Stadt Erlangen einen entsprechenden Antrag bei der Regierung von Mittelfranken einreicht. So sei es auch diesmal geschehen. Für den verkaufsoffenen Sonntag galt der Augustmarkt am Schlossplatz aufgrund seiner über 300-jährigen Tradition als Anlass.

Augustmarkt findet nach bisherigem Kenntnisstand statt

Die Regierung von Mittelfranken habe nun in einem Schreiben vom 14. August gebeten, diese Anlassbezogenheit für den Augustmarkt neu zu prüfen und eine Prognose zur Rechtfertigung für die Sonntagsöffnung einzureichen.

Der Augustmarkt (20. bis 27. August) selbst findet nach bisherigem Kenntnisstand allerdings wie geplant statt. "Es liegen uns keine Informationen vor, dass der Markt nicht stattfindet", sagte Timmermann.

 Der verkaufsoffene Sonntag, der zwischen 13 und 18 Uhr in der Innenstadt über die Bühne gehen sollte, ist allerdings nicht unumstritten. So wurde die Veranstaltung auf der Facebook-Seite der Erlanger Nachrichten durchaus kritisch kommentiert. Auch eine Initiative hatte bereits für Samstag, 22. August, zu einer Kundgebung gegen den Shopping-Sonntag aufgerufen.

 

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