Enttäuschung und Jubel

"Sensationeller Erfolg": So reagiert die lokale Politprominenz auf die Wahlergebnisse

26.9.2021, 18:57 Uhr
Jubel auch bei den Sozialdemokraten in Nürnberg. 
1 / 16
Nasser Ahmed (SPD Nürnberg)

Jubel auch bei den Sozialdemokraten in Nürnberg. "Ein historischer Tag", sagt Nürnbergs Parteichef Nasser Ahmed (rechts) angesichts der Prognosen. "Die SPD ist zurück."  © Roland Fengler, NNZ

Tessa Ganserer von den Grünen gibt sich optimistisch. Direkt nach den ersten Prognosen auf der Wahlparty der Grünen in Nürnberg (Korn's am Kornmarkt): 
2 / 16
Tessa Ganserer und Sascha Müller (Grüne Nürnberg)

Tessa Ganserer von den Grünen gibt sich optimistisch. Direkt nach den ersten Prognosen auf der Wahlparty der Grünen in Nürnberg (Korn's am Kornmarkt): "Die Gesellschaft ist deutlich weiter als die große Koalition." Hinter ihr liege ein anstrengendes Jahr, doch sie sieht sich bestätigt: "Mindestens zwei Transpersonen im deutschen Bundestag: Das ist ein deutliches Zeichen."

"Ja, wir haben uns am Anfang ein bisschen mehr gewünscht", gibt Grünen-Parteikollege Sascha Müller (im blauen Hemd) zu. Trotzdem findet er, man habe "ein passables Ergebnis eingefahren". Er hofft: "Es wird eine Regierung geben jenseits der Groko und mit Beteiligung der Grünen". © Max Söllner

Für die CSU könne dieses Ergebnis nicht zufriedenstellend sein, sagt Michael Frieser. Ob das schlechte Abschneiden der Union auch an Kanzlerkandidat Armin Laschet gelegen habe, mag er so eindeutig nicht beantworten.
3 / 16
Michael Frieser (CSU Nürnberg)

Für die CSU könne dieses Ergebnis nicht zufriedenstellend sein, sagt Michael Frieser. Ob das schlechte Abschneiden der Union auch an Kanzlerkandidat Armin Laschet gelegen habe, mag er so eindeutig nicht beantworten. "Er hat sicher dazu beigetragen. Aber er hat auch zu dieser unglaublichen Aufholjagd der letzten Tage beigetragen. Jetzt befinden wir uns wieder auf Augenhöhe mit der SPD." © a-nn-st-20210403_185103-1.jpg, NN

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König freut sich über die hohe Wahlbeteiligung.
4 / 16
Marcus König (Nürnbergs Oberbürgermeister, CSU)

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König freut sich über die hohe Wahlbeteiligung. "Es ist schön, dass die Menschen das Angebot annehmen." © Ralf Rödel, NN

Zunächst verhaltener Applaus bei der Nürnberger FDP.
5 / 16
Katja Hesse und Ümit Sormaz (FDP Nürnberg)

Zunächst verhaltener Applaus bei der Nürnberger FDP. "Vor vier Jahren wären wir bei 11 Prozent unter der Decke gehangen", sagt Katja Hessel und ergänzt nach der ersten Prognose: "11 Prozent - wir haben unser Ziel erreicht!" "Wir wollen Regierungsverantwortung - aber nicht um jeden Preis", sagt der Nürnberger FDP-Stadtrat Ümit Sormaz. Unabhängig von ihrer künftigen Zusammensetzung fordert Sormaz die kommende Bundesregierung dazu auf, dafür zu sorgen, dass der Bundestag sich wieder seiner eigentlich vorgesehenen Größe annähert. Momentan ist der Bundestag hinter dem Nationalen Volkskongress in China das zweitgrößte Parlament der Welt. © Redaktion

Direktkandidat Thomas Grämmer sagte bei der Wahlparty im Karl-Bröger-Haus, er sei
6 / 16
Thomas Grämmer (SPD Schwabach/Nürnberger-Land)

Direktkandidat Thomas Grämmer sagte bei der Wahlparty im Karl-Bröger-Haus, er sei "ruhiger als am Nachmittag", als er noch auf der Feier zum 16. Geburtstag seines Sohns war. "Der Wahlkampf war anstrengend, aber unabhängig von meinem persönlichen Ergebnis in jedem Fall eine ganz tolle Erfahrung", so Grämmer. © Günther Wilhelm, NN

Begeisterten Applaus gab es in der Max-Seidel-Begegnungsstätte in Fürth. Vor allem, als die erste ZDF-Prognose durchsickerte.
7 / 16
Carsten Träger (SPD Fürth)

Begeisterten Applaus gab es in der Max-Seidel-Begegnungsstätte in Fürth. Vor allem, als die erste ZDF-Prognose durchsickerte. "Ich habe jetzt acht Jahre Union in den Knochen. Ich habe keine Lust mehr auf die Union", erklärt der Bundestagsabgeordnete Carsten Träger. © Hans-Joachim Winckler, NN

8 / 16
Daniel Bayer (FDP Fürth)

"Dass wir noch mehr Leute überzeugen konnten als vor vier Jahren, das begeistert mich sehr - ein sensationeller Erfolg", so der Fürther FDP-Kandidat Daniel Bayer. "Eine Ampel-Koalition hielte ich für das spannendere Experiment. Sie würde meiner Meinung nach mehr für das Land bringen, gerade beim Thema Rente,  bei dem die CDU/CSU aus meiner Sicht nicht viel zu bieten hat." © privat, NN

Tobias Winkler war guter Dinge:
9 / 16
Tobias Winkler (CSU Fürth)

Tobias Winkler war guter Dinge: "Im Vergleich zu dem, was noch vor ein paar Tagen bekannt war, sind die Befürchtungen nicht ganz so schlimm." Unser Foto zeigt ihn mit seiner Frau Jennifer in Roßtal. © Thomas Scherer

Tobias Winklers Vorgänger als CSU-Direktkandidat für den Wahlkreis Fürth, Christian Schmidt, hat die Wahlparty in Roßtal besucht und sich zuversichtlich gegeben, was den Einzug seines Nachfolgers in den Bundestag angeht: Er gehe davon aus, dass man sich morgen in Berlin sehe. Aktuell liegt Winkler bei 30,3 Prozent. 
10 / 16
Christian Schmidt (CSU Fürth)

Tobias Winklers Vorgänger als CSU-Direktkandidat für den Wahlkreis Fürth, Christian Schmidt, hat die Wahlparty in Roßtal besucht und sich zuversichtlich gegeben, was den Einzug seines Nachfolgers in den Bundestag angeht: Er gehe davon aus, dass man sich morgen in Berlin sehe. Aktuell liegt Winkler bei 30,3 Prozent.  © Christian Thiel, NN

Ein Raunen der Enttäuschung geht durch die Fürther Kofferfabrik, als eine ARD-Prognose die Grünen bei 14, 8 Prozent sieht.
11 / 16
Barbara Fuchs und Uwe Kereritz (Grüne Fürth)

Ein Raunen der Enttäuschung geht durch die Fürther Kofferfabrik, als eine ARD-Prognose die Grünen bei 14, 8 Prozent sieht. "Klar hätten wir uns im Bund mehr gewünscht. Trotzdem ist es ein historisches Ergebnis. Wir werden unsere gesamte Kraft und Energie in die Koalitionsverhandlungen stecken, denn Klimaschutz ist die Überschrift für alles”, sagt Grünen-MdL Barbara Fuchs. Uwe Kekeritz, weiß noch nicht, ob er mit seinem Listenplatz 20 in den Bundestag käme, wenn es nicht fürs Direktmandat reicht. Er wirkt entspannt und lächelt. “Mir geht’s gut.” © Tim Händel, NN

Für Sebastian Brehm (CSU) waren die letzten Monate kräftezehrend:
12 / 16
Sebastian Brehm (CSU Nürnberg)

Für Sebastian Brehm (CSU) waren die letzten Monate kräftezehrend: "Ich mache jetzt seit 30 Jahren Wahlkampf. So anstrengend war es noch nie." © Daniel Karmann, dpa

Hermann Ruttmann (links), Direktkandidat der Linken im Wahlkreis Fürth, gibt sich zuversichtlich, auch wenn die Linke aktuell bei fünf Prozent steht:
13 / 16
Hermann Ruttmann (Linke Fürth)

Hermann Ruttmann (links), Direktkandidat der Linken im Wahlkreis Fürth, gibt sich zuversichtlich, auch wenn die Linke aktuell bei fünf Prozent steht: "Es ist eine Prognose, noch keine Hochrechnung. Wichtig ist, wir sind drin. Natürlich wünschen wir uns neun bis zehn Prozent und fragen uns, wo die vier Prozent sind." © Armin Leberzammer, NN

Im Bürgerbüro der Neumarkter SPD zeigen sich die Genossen zufrieden mit der Wahlprognose der ARD.  Etwas überrascht sind sie,  dass die CSU in Bayern noch so weit aufgekommen ist. Johannes Foitzik, Direktkandidat im Wahlkreis Amberg:
14 / 16
Johannes Foitzik (SPD Neumarkt)

Im Bürgerbüro der Neumarkter SPD zeigen sich die Genossen zufrieden mit der Wahlprognose der ARD.  Etwas überrascht sind sie,  dass die CSU in Bayern noch so weit aufgekommen ist. Johannes Foitzik, Direktkandidat im Wahlkreis Amberg: "Es wird spannend, die  Briefwähler kommen noch." Auf jeden Fall sei die SPD im Bund wieder auf Augenhöhe mit der Union.  © Redaktion

Forchheims SPD-Bundestagsabgeordneter und -Kandidat Andreas Schwarz feiert den SPD-Erfolg in Bamberg. Auch er sagt, dass eine erneute Auflage der GroKo sehr wahrscheinlich nicht von den Parteimitgliedern getragen werde.
15 / 16
Andreas Schwarz (SPD Forchheim)

Forchheims SPD-Bundestagsabgeordneter und -Kandidat Andreas Schwarz feiert den SPD-Erfolg in Bamberg. Auch er sagt, dass eine erneute Auflage der GroKo sehr wahrscheinlich nicht von den Parteimitgliedern getragen werde. "Es biete sich die Ampel an", sagt Schwarz, Stand kurz vor 19 Uhr. "Mit Grün und FDP kriegen wir was hin." © privat

Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) und Mitglied im bayerischen Landesvorstand der SPD ist gegen eine mögliche Große Koalition.
16 / 16
Uwe Kirschstein (Forchheims Oberbürgermeister, SPD)

Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) und Mitglied im bayerischen Landesvorstand der SPD ist gegen eine mögliche Große Koalition. "Ich bin dafür, dass es eine Entscheidung geben muss. Die Zeit für ein Zweierbündnis ist vorbei." Geht es nach ihm, bricht jetzt die Zeit für Dreierbündnisse an. "Das zeigt, wie divers wir als Gesellschaft sind", sagt er. © Stefan Hippel, NN