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Söder über mögliche Lockerungen: "Wir brauchen ein Maskengebot"

Bayerischer Ministerpräsident äußerte sich im TV - 14.04.2020 22:16 Uhr

Bei einem Besuch eines Automobilzulieferers trug Ministerpräsident Markus Söder Mundschutz. Nach Österreich könnte es auch in Deutschland bald eine Mundschutzpflicht geben.

© via www.imago-images.de, imago images/Overstreet


Nordrhein-Westfalen hat am Dienstag als erstes Bundesland einen konkreten Zeitplan in Aussicht gestellt, wie die strengen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert werden könnten. Im bevölkerungsreichsten Bundesland sollen demnach die Schulen nach den Osterferien schrittweise wieder öffnen. Eine Woche später sollen voraussichtlich auch die ersten Kita-Kinder wieder in die Kindertagesstätten zurückkehren dürfen. Das sagten Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) und Familienminister Joachim Stamp (FDP).

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Der bayerische Ministerpräsident mahnt hingegen zur Besonnenheit. Im Interview im ZDF-"heute journal" erklärte Markus Söder, dass man sich zunächst ein längerfristiges Konzept für Schulen überlegen müsse. Erleichterungen könne es zwar geben, allerdings sollten Grundschulen als letztes dran sein.

Söder sprach sich in diesem Zusammenhang auch gegen einen Überbietungswettbewerb der Bundesländer aus. Viel mehr müsse man darüber reden, welche Maßnahmen am Ende wirksam seien.

Es könne Erleichterungen geben, "weil sich die Zahlen stabilisiert haben", sagte Bayerns Ministerpräsident. "Wir dürfen keinen Rückfall riskieren. Wer jetzt zu sorglos in die Exitdebatten einsteigt, der gefährdet, was wir erreicht haben und setzt uns dem Risiko aus, dass es uns so gehen könnte wie den Ländern um uns herum, die alle mit erheblichsten Folgen zu kämpfen haben.“

Der CSU-Chef sprach sich für Spielräume aus, allerdings nur "mit klaren Auflagen". Dazu gehören beispielsweise Abstandsregeln und Desinfektionsmaßnahmen. "Wir brauchen ein Maskengebot", so Söder.

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Eine generelle Lockerung der Beschränkungen wird es laut Söder nicht geben. Im ZDF machte er noch einmal deutlich, dass Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperre fortgesetzt werden müssen. "Wir müssen noch wesentlich länger als zwei, drei Wochen über Distanz reden, über den Abstand", erklärte der Ministerpräsident. Für ihn sei klar, dass Gastronomie und Hotellerie auf absehbare Zeit genauso wie große Feste einfach nicht möglich seien.


Die Anzahl der Corona-Infizierten in der Region finden Sie hier täglich aktualisiert. Die weltweiten Fallzahlen können Sie an dieser Stelle abrufen. Sie haben selbst den Verdacht, an dem Virus erkrankt zu sein? Hier haben wir häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt.

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