Sonntag, 11.04.2021

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Spiegel: Fränkische Rechtsextremistin hatte Kontakte zum NSU

Außerdem soll sie sich bei einer neonazistischen Partei engagiert haben - 28.01.2021 13:17 Uhr

Den Informationen zufolge soll die 55-Jährige aus dem Landkreis Nürnberger Land in der sogenannten Gefangenenhilfe aktiv gewesen sein, bei der rechtsextreme Gesinnungsgenossen im Gefängnis betreut werden.

Dabei habe sie auch Kontakt zu den verurteilten NSU-Unterstützern Ralf Wohlleben und André E. Kontakt gehalten, als diese in Haft saßen, berichtet der Spiegel unter Berufung auf Ermittler. Zudem soll sich die Frau bei der neonazistischen Partei "Der III. Weg" engagiert und Verbindungen zu deren Bundesvorsitzenden Klaus Armstroff unterhalten haben.

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Drohbriefe verschickt und Anschläge geplant

Die Rechtsextremistin erwartet ein Prozess vor dem Oberlandesgericht München. Der Generalbundesanwalt wirft ihr vor, Brandanschläge auf Amtsträger oder Muslime vorbereitet haben. Zudem soll sie anonyme Drohbriefe, teils mit scharfen Patronen verschickt haben. Adressaten seien eine islamische Gemeinde, ein Flüchtlingshilfeverein, ein Bürgermeister und ein Landrat gewesen, berichtet das Magazin.

In einem der Schreiben sei dem Landrat eine Erschießung auf dessen Terrasse angedroht worden – dieses Drohszenario erinnert an den Fall des von einem Rechtsextremisten getöteten Regierungspräsidenten von Kassel, Walter Lübcke. Der Mörder des CDU-Politikers ist am Donnerstag zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

dpa/lby

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