Donnerstag, 14.11.2019

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Waffenruhe in Syrien: Wo Europa wirklich helfen soll

Land braucht dringend eine Nachkriegsordnung - 23.10.2019 10:57 Uhr

Eine Oppositionsflagge Syriens weht auf einer Stange in Tal Abyad. Die Türkei und Russland haben sich auf die gemeinsame Kontrolle von Gebieten an der türkisch-syrischen Grenze geeinigt und eine weitere Eskalation des Nordsyrien-Konflikts zunächst vermieden. © Fatih Isci/dpa


Klar ist nur eines: Die von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im Alleingang vorgeschlagene international kontrollierte Sicherheitszone wird keine Rolle spielen.

Die Kurden sind erneut Spielball auswärtiger Mächte. Doch die vom türkischen Präsidenten Erdogan geforderte 30 Kilometer tiefe "Schutzzone" soll nur zehn Kilometer tief nach Syrien hineinragen. Die kurdischen YPG-Kämpfer werden also Ausweichzonen haben. Und Erdogan wird im Norden Syriens kaum eine Million syrischer Flüchtlinge in dem Kurdengebiet ansiedeln können. Doch auch wenn es nur ein paar Hunderttausend wären, würde dies einen Dauerkonflikt am Köcheln halten.

Das wirft Fragen für die Nachkriegsordnung Syriens auf. Hier könnten die Europäer als Vermittler helfen. Auch da wird es heikle Fragen geben, etwa ob und mit wie vielen Milliarden sich die EU am Wiederaufbau Syriens beteiligen möchte. Ob man es möchte oder nicht, damit würde der syrische Präsident Baschar al-Assad gestützt.

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