Gartenkräuter

Minze richtig ernten: Damit Mojito oder Limonade gut schmecken

Elias Thiel

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13.6.2024, 07:48 Uhr
Minze erntet man am besten an einem sonnigen Vormittag.

© IMAGO/Valerii Honcharuk/IMAGO/YAY Images Minze erntet man am besten an einem sonnigen Vormittag.

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Minze ist ein wahres Multitalent in der Küche. Die erfrischende Note passt sowohl zu herzhaften als auch zu süßen Gerichten und Getränken. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige, um Minze richtig zu ernten, zu schneiden und zu verwenden.

Damit Minze nicht übermäßig wuchert, ist regelmäßiges Ernten und Beschneiden der Pflanze entscheidend. Grundsätzlich kann man Minze aber die ganze Saison über ernten (von Frühjahr bis Herbst). Daher kann man immer dann Minze sammeln, wenn man das Kraut gerade in der Küche braucht. Der Geruch und Geschmack ist vor der Blüte aber am intensivsten. Denn dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen, Gerbstoffen oder Flavonoiden am höchsten.

In der Regel erntet man immer bei Bedarf die jungen Triebspitzen, sodass die Pflanzen schon bald weiter wachsen. Diese schmecken auch intensiver als ältere Blätter.

Haupternte: So kann man Minze richtig ernten

Es gibt bei der Minze eine typische Haupterntezeit. Da die Blätter vor der Blüte besser und intensiver schmecken als danach, ernten viele Gärtner im Juni oder Juli viele Triebe und trocknen diese oder frieren sie ein, um auch den Winter über einen Vorrat zu haben.

Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist ein trockener und sonniger, später Vormittag. So stellt man sicher, dass die geernteten Pflanzenteile die optimale Konzentration an ätherischen Ölen haben.

Dann schneidet man die Triebe etwa auf die Hälfte zurück. Dabei setzt man die Schere immer knapp oberhalb eines Blattpaars an. Somit können sich die Pflanzen noch für weitere Ernten im Sommer regenerieren. Man benutzt eine geschärfte und saubere Gartenschere, eine Kräutersichel oder eine größere Haushaltsschere.

Achtung: Man sollte darauf achten, einen Teil der Minztriebe komplett stehen zu lassen. Nur so können die Pflanzen auch Blüten bilden und als Bienenfutter dienen.

Nach dem Minzepflücken sollte man diese möglichst schnell verwerten – bestenfalls noch am selben Tag. Man kann Minze aber auch im Kühlschrank für eine gewisse Zeit frisch halten. Am besten stellt man dafür die Minzstängel in eine kleine Vase und platziert diese im Kühlschrank.

Wie man Minze stattdessen einfriert oder trocknet, lesen Sie hier.

Die Minze blüht ein- oder zweimal im Jahr und bekommt dabei kleine, glockenähnliche Blüten in vielfältigen Farben – weiß, rosa oder violett. Diese Blüten sind typischerweise in ähren- oder kugelförmigen Anordnungen sichtbar, die einen durchaus charmanten Anblick bieten. Die Minze-Blüten können gegessen werden, sind aber nicht besonders aromatisch. Sie können allerdings gut als Dekoration für Gerichte oder Getränke verwendet werden.

Es gibt viele verschiedene Minzsorten mit Unterschieden im Geruch und Geschmack. Besonders bekannt sind die Grüne Minze und die Pfefferminze. Die milde Grüne Minze ist die, die üblicherweise in Cocktails und Speisen verwendet wird, während die Pfefferminze eher für Tee zum Einsatz kommt. Denn die Pfefferminze enthält viel Menthol, was sie intensiv schmecken lässt. Somit eignet sich der Tee bei Erkältung und bei Magenbeschwerden.

Hat man Pfefferminze im Garten gepflückt oder im Supermarkt eingekauft und will diese anstelle von Grüner Minze in einem Gericht oder Getränk verwenden, sollte man vorsichtig sein. Nimmt man die gleiche Menge, verdirbt man den Geschmack. Lieber verwendet man eine kleine Menge und schmeckt dann noch einmal ab, bevor man mehr dazu gibt.

Um Minze im Topf zu ernten, zupft man vorsichtig einzelne Blätter ab oder schneidet ganze Triebe auf die Hälfte zurück.

Minze kann vielseitig verwendet werden – einige Beispiele gibt es hier:

  • Frischer Tee
  • Limonaden
  • Bowls
  • Suppen
  • Desserts
  • Dips
  • Salate
  • Marinade für Fisch und Fleisch

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