Krieg, Hochwasser, Pandemie

Notfall-Vorrat für den Ernstfall: Kaufen Sie anhand dieser Checkliste ein

9.3.2022, 09:04 Uhr
Experten raten, immer einen Vorrat für 10 Tage im Haus zu lagern.

© pixabay Experten raten, immer einen Vorrat für 10 Tage im Haus zu lagern.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät allen Bürgern, immer einen Vorrat im Haus zu haben, mit dem man in einer Notsituation 10 Tage lang überleben kann, ohne einkaufen zu gehen. In einer umfassenden Liste gibt es einen Überblick, was dabei in keinem Haushalt fehlen sollten. Die Liste wurde schon lange vor der Pandemie und dem Ukraine-Krieg veröffentlicht und soll in verschiedensten Notlagen Sicherheit geben.

Die Liste umfasst vor allem Lebensmittel. Dabei handelt es sich um einen zehntägigen Grundvorrat für eine Person, der mit ca. 2.200 kcal pro Tag den Gesamtenergiebedarf abdecken soll. Die Experten empfehlen dabei Produkte, die nicht gekühlt werden müssen. Besonders praktisch sind Konserven und Eingemachtes. Zusätzlich sollte man zwei Liter Flüssigkeit pro Tag vorrätig haben, falls es Probleme mit der Wasserversorgung gibt.

Pro Person empfiehlt die Regierung folgende Vorräte

- 20 Liter Getränke (anderthalb Liter zum Trinken pro Tag, ein halber Liter Wasser zum Kochen)
- 3,5 Kilogramm Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (insgesamt)
- 4 Kilogramm Gemüse und Hülsenfrüchte (für getrocknete Produkte mehr Wasser einplanen)
- 2,5 Kilogramm Obst (in Dosen oder Gläsern) und Nüsse
- 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
- 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier/Volleipulver
- rund 0,4 Kilogramm Fette und Öle, zum Beispiel zum Kochen

Gut lagerbar sind zudem Zucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Schokolade, Gewürze, Kartoffelbreipulver, Mehl, Instantbrühe, Kakaopulver, Hartkekse, Salzstangen und Fertiggerichte wie Ravioli oder getrocknete Tortellini. Sie können für Abwechslung sorgen.

Bedenken Sie beim Anlegen eines Notvorrats aber auch die individuellen Ernährungsgewohnheiten und Bedürfnisse Ihrer Familie, beispielsweise Allergien, Unverträglichkeiten und vegetarisch oder vegan lebende Mitglieder. Bei Kleinkindern im Haus sind fertig zubereitete und haltbare Breigläschen sinnvoll, bei Haustieren muss der Futter- und Wasserbedarf mitbedacht werden.

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