So beugen Sie vor

Das macht extreme Hitze mit Ihrem Körper: Wann es gefährlich wird

Svenja Strunz

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19.6.2022, 18:38 Uhr
Extreme Hitze kann für den Körper sehr belastend sein. 

© IMAGO/Josep Suria Extreme Hitze kann für den Körper sehr belastend sein. 

Extreme Hitze ist für den Körper sehr belastend. Schützen Sie ihren Körper nicht gut genug, kann es zu einer Reihe von Beschwerden kommen. Angefangen von leichten Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen bis hin zu einem lebensbedrohlichen Hitzschlag.

Was passiert bei zu viel Hitze im Körper?

Die Körpertemperatur eines Menschen liegt bei etwa 37 Grad. Der Organismus ist bemüht, diese Kerntemperatur stets konstant zu halten, sodass lebensnotwendige Stoffwechselprozesse fortlaufend stattfinden können. Setzen Sie Ihren Körper nun extremer Hitze aus, beginnt die Temperatur jedoch zu steigen.

Im Prinzip kann sich der Körper an wärmere Temperaturen anpassen. Er sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern und ihre Oberfläche vergrößern, um so möglichst viel Wärme abgeben zu können. Bei diesem Vorgang wird Wasser aus dem Blut über die Schweißdrüsen aus dem Körper gepumpt. Dabei fangen wir an zu schwitzen. Der Schweiß legt sich auf die Hautoberfläche, verdunstet und hat somit eine kühlende Funktion.

Bei extremen Temperaturen oder lang anhaltender Hitze gerät der Körper jedoch in einen Ausnahmezustand und diese natürliche Temperaturregelung funktioniert nicht mehr. Schließlich sinkt der Blutdruck, das Blut zirkuliert schlechter und der Körper verliert Salze und Flüssigkeit.

Dies führt dazu, dass der Kreislauf geschwächt wird und einige Beschwerden auftreten können. Dazu zählen laut dem Portal t-online unter anderem: Kopfschmerzen, Schwäche, Übelkeit, Konzentrationsstörungen oder Hautausschlag durch Schwitzen, Wassereinlagerungen in Unterschenkeln und Knöcheln und schmerzhafte Muskelkrämpfe. Doch auch Schlafstörungen können eine mögliche Folge extremer Hitze sein.

Wie kommt es zu einem Hitzschlag?

"Setzt man sich zu schnell zu großer Hitze aus, kann es zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag (Hyperthermiesyndrom) kommen, der mit einer Körpertemperatur von über 40 Grad Celsius einhergeht. Der Körper kann keinen Schweiß mehr produzieren und sich nicht mehr selbst kühlen", erklärt die Techniker Krankenkasse auf ihrer Website.

Mögliche Symptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • steifer Nacken, Nackenschmerzen
  • Fieber bis über 40 Grad bei hochroter, heißer, trockener Haut
  • Krämpfe, Lähmungen
  • Schwindel
  • Bewusstseinsstörungen
  • Organversagen unterschiedlicher Ausprägung

Die TK weißt daraufhin, dass ein Hitzeschlag lebensbedrohlich sein kann. In einer entsprechenden Notsituation sollte daher ein Arzt gerufen werden.

Für wen ist die Hitze besonders gefährlich?

Vor allem für Kinder, ältere Menschen und Schwangere sind sehr hohe Temperaturen laut helios-gesundheit.de besonders gefährlich. Für Kinder ist es schwerer, die hohen Außentemperaturen auszugleichen, da sie viel weniger schwitzen als Erwachsene. Bei älteren Menschen geht die Temperaturregulation langsamer vonstatten, was wiederum zu höheren Risiken bei Hitze führt. Doch auch Menschen mit Vorerkrankungen sollten vorsichtig sein, da der Flüssigkeitsausgleich bei Betroffenen deutlich schwerer regulierbar ist.

Wie können wir unserem Körper beim Kühlen helfen?

Treten bei Ihnen Kreislaufprobleme oder andere Hitze-Symptome auf, sollten Sie sich in den Schatten begeben. Zudem kann es helfen, die Beine hochzulegen, um den Kreislauf so wieder anzukurbeln. Für eine Abkühlung kann das Besprühen Ihres Gesichts und Körpers mit kaltem Wasser sorgen.

So beugen Sie bei Hitze vor

Da der Körper durch das Schwitzen bis zu fünf Liter Flüssigkeit verliert, ist viel Trinken bei hohen Temperaturen das A und O, um Kreislaufproblemen vorzubeugen. Empfehlenswert sind mindestens zwei bis drei Liter pro Tag. Dabei sollten Sie am besten auf Wasser, Saftschorlen und ungezuckerte Frucht- und Kräutertees zurückgreifen. Auf alkoholische Getränke sollten Sie verzichten, denn diese lassen die Blutgefäße erweitern, wodurch der Blutdruck sinkt. Zudem entwässert Alkohol den Körper.

Bekommt der Körper zu wenig Flüssigkeit, können ein lebensbedrohlicher Hitzschlag oder ein Hitzekollaps die Folgen sein.

Ungesunde Ernährung kann ebenfalls Kreislaufprobleme fördern. Empfehlenswert ist daher leichte Kost wie Obst und Gemüse.

Zudem sollten Sie eine Kopfbedeckung sowie möglichst helle und luftige Kleidung tragen.

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