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Sport bei Kälte - gefährlich oder nicht?

Simone Madre
Simone Madre

SEO-Redakteurin

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25.1.2023, 15:54 Uhr
Joggen im Winter: Ist das für den Körper eine gute oder eine schlechte Idee?

© IMAGO/Michelangelo Oprandi Joggen im Winter: Ist das für den Körper eine gute oder eine schlechte Idee?

"Sport bei Kälte ist für gesunde Menschen in aller Regel überhaupt nicht gefährlich", sagt Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Gerade Joggen, Fahrradfahren oder Fußballspielen an frischer Luft stärken die Abwehrkräfte. Sie können also auch in der kalten Jahreszeit sich und Ihrem Immunsystem etwas Gutes tun. Außerdem fühlen Sie sich durch Spot mental ausgeglichener.

Der Oldenburger Allgemeinmediziner Michael Freitag sagt, dass bereits regelmäßiges Ausdauertraining wie Laufen oder Radfahren - mindestens dreimal die Woche 20 bis 30 Minuten - positive Effekte mit sich bringt.

Sporttreiben bei Minustemperaturen kann aber anstrengender sein als im Frühjahr, Sommer oder Herbst. "Der Organismus muss im Schnitt etwa zehn Prozent mehr Energie aufwenden als regulär", erklärt Froböse. Denn er muss sich warm halten und den Unterschied zwischen Luft- und Atemtemperatur ausgleichen.

Zudem reizt die kalte Luft die Lunge, was sich in einem brennenden Gefühl äußern kann. Die Folge davon ist mitunter ein Reizhusten, der lästig und auch schmerzhaft sein kann. Deshalb rät Froböse bei zweistelligen Minusgraden vom Laufen und Joggen ab. Sein Tipp: "An einem durchschnittlichen Wintertag ist die Zeit zwischen 14 und 16 Uhr am wärmsten." Zudem solle man es mit dem Training nicht übertreiben und möglichst durch die Nase statt durch den Mund atmen.

So vermeiden Sie laut Froböse Verletzungen und Unfälle beim Joggen im Winter:

  • Aufwärmen: Das ist im Winter besonders wichtig. 10 bis 15 Minuten dürfen es sein. Denn die Muskeln brauchen länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Starten Sie am besten mit Lockerungsübungen wie Arm- und Schulterkreisen sowie Aufwärmübungen wie Squats und Hampelmännern. Anschließend locker einlaufen.
  • Lauftechnik: Ändern Sie Ihre Schritttechnik bei womöglich rutschigem Boden. Machen Sie kürzere Schritte. Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Füße gefühlvoll aufzusetzen.
  • Profil: Achten Sie auf das richtige Schuhwerk. Wichtig ist vor allem die Außensohle. Sie sollte ein robustes und griffiges Profil haben, um ausreichend Grip zu bieten.
  • Dehnen: Nach dem Training bei Minustemperaturen das Cool Down nicht vergessen. 5 bis 10 Minuten Stretching sind wichtig, und zwar von den Muskeln, die am meisten im Einsatz waren.
  • Wärme: Nach dem Sport sollten Sie Kälte die nächsten zwei Stunden meiden. Der Grund: Ihr Abwehrsystem ist heruntergefahren, Sie können sich leichter eine Erkältung holen. Duschen Sie warm und halten Sie sich auch danach warm.

Wichtig: Wer untrainiert ist oder über 60 Jahre alt, sollte auf Sport im Freien bei Minustemperaturen verzichten.

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