Tipps vom Experten

Zurück ins Aquarium: So ziehen Sie Zierfische im Herbst am besten um

dpa

27.10.2022, 14:59 Uhr
Im Herbst ziehen viele Zierfische aus dem Gartenteich ins Aquarium zurück.

© Zacharie Scheurer/picture alliance/dpa/dpa-tmn Im Herbst ziehen viele Zierfische aus dem Gartenteich ins Aquarium zurück.

Dies sei wichtig, damit sich die Tiere an die neue Wasserchemie gewöhnen, erklärt Aquaristik-Fachmann Harro Hieronimus. Er empfiehlt, das Behältnis mitsamt den Fischen für zwei Stunden im Aquarium schwimmen zu lassen, ehe die Tiere herausgelassen werden.

Der Experte sieht in der Sommerfrische für die Fische Vorteile: Sie seien robuster, größer und farbiger als Exemplare, die ganzjährig im Aquarium leben. Das liege an der abwechslungsreichen Naturnahrung sowie dem Sonnenlicht im Teich. Die Liste von dafür geeigneten Aquarienfischen, ist lang: Medakas, bestimmte Springbarsch-Arten, marmorierte Panzerwelse, Paradiesfische oder Prachtbarben zählen laut Hieronimus dazu.

Wassertemperatur beachten

Sie im Frühling nach draußen umzusiedeln, sei in der Regel ab einer morgens gemessenen Teichtemperatur von 18 Grad möglich. Bei Kaltwasserarten wie dem Kardinälchen und dem Medaka bereits ab 10 Grad. Liegen die Wassertemperaturen nur wenige Tage unter 20 Grad, kämen auch Wildguppys, Papageienplatys, Zebrabärblinge sowie viele weitere Barben und Bärblinge infrage.

Für die Monate draußen seien handelsübliche Fertigteiche oder Mörtelkübel geeignet, so Hieronimus: "In einem normalen Teich wäre der Versuch, die Fische komplett abzufangen, um sie zurück in das Aquarium zu setzen, ziemlich sinnlos. Vor allem, wenn Jungfische dabei sind." Wer den Teich vor dem Abfangen der Fische im Herbst nicht entleeren möchte, sollte auf die Größe achten: Mehr als einen mal zwei Meter in der Fläche sollten es nicht sein.

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