Sonnenstrahlen

Temperaturen steigen und steigen: Hilft Alufolie gegen die Hitze?

Simone Madre
Simone Madre

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6.8.2022, 08:36 Uhr
Fensterscheiben sollten an heißen Sommertagen abgedunkelt werden. Besser als Vorhänge ist eine Abdeckung von außen - beispielsweise mit einer Folie.

© Christin Klose, dpa-tmn Fensterscheiben sollten an heißen Sommertagen abgedunkelt werden. Besser als Vorhänge ist eine Abdeckung von außen - beispielsweise mit einer Folie.

Besonders bei Süd- oder Dachfenstern merkt man schnell, wie die Sonnenstrahlen die Temperaturen im Zimmer weiter ansteigen lassen. Ein Vorhang oder ein Innenrollo bietet einen gewissen Schutz vor den Sonnenstrahlen. Noch besser ist es aber, sie gar nicht erst in den Raum vordringen zu lassen.

Eine Außenjalousie sollte an heißen Tagen deshalb am besten unten bleiben. Hat man eine Markise, fährt man diese aus. Wer allerdings beides nicht besitzt, kann sich mit dem einen oder anderen Haushaltsgegenstand trotzdem schützen und die weiteren Hitze-Tage in diesem Sommer angenehmer verbringen. Oft liest man im Internet, dass Alufolie zum Blockieren der Sonnenstrahlen gut geeignet ist. Dabei muss man allerdings einige Dinge beachten. Zudem funktionieren auch andere Materialien.

Alufolie am Fenster anbringen gegen Hitze: Das sollten Sie beachten

Wichtig ist: Man sollte die Alufolie außen am Fenster anbringen und nicht innen. Dadurch erwärmt sich die Scheibe weniger. Sonst könnte sich die Hitze zwischen Glas und Folie stauen und so die Fensterscheibe zerspringen lassen. Die Folie sollte man aus Temperatursicht so befestigen, dass die glänzende Seite Richtung Sonne zeigt. So reflektiert sie die Strahlung noch etwas besser als mit der matten Seite. Allerdings kann man dadurch Nachbarn blenden - oder auch Autofahrer und Fußgänger, wenn das Fenster zur Straße hin liegt. Dann sind nicht reflektierende Materialien besser.

Zum Fixieren der Alufolie kann man beispielsweise Tesafilm oder Malerkrepp verwenden. Damit die Folie glatt an der Scheibe anliegt, sollte man sie vorher reinigen. Wer Haargel zuhause hat, kann es anschließend dünn auf der Scheibe auftragen und dann die Folie von innen andrücken. Alternativ funktioniert auch Wasser mit etwas Spülmittel. Durch die Grundierung klebt die Folie bei geschickter Anbringung blasenfrei an der Scheibe und muss nur noch an den Ecken mit etwas Tesafilm gesichert werden.

Der Alufolienschutz sollte vollflächig sein, damit das Zimmer möglichst kühl bleibt. Will man vor allem seine Topfpflanzen schützen, die mit der Sonneneinstrahlung und Hitze am Fenster nicht gut zurechtkommen, kann man aber auch nur den unteren Teil der Scheibe abkleben. So bekommen die Pflanzen weiterhin Licht.

Fenster abdecken: Alternativen zur Alufolie

Eine Alternative zur Alufolie ist übrigens die Rettungsdecke. Viele Haushalte haben von einem alten Auto-Verbandskasten noch eine oder mehrere Rettungsdecken übrig. Zudem haben sie den Vorteil, dass sie meist durchscheinend sind. So kommt weiterhin Licht ins Zimmer. Die silberne Seite reflektiert etwas besser als die goldene, deshalb sollte sie nach außen.

Wer eine Schutzmatte für die Autofrontscheibe hat, kann auch diese verwenden. Oft haben sie Gummibänder, mit denen man sie gut am Fenster befestigen und schnell wieder abmachen kann - anders als die Alufolie am Fenster, die beim Abnehmen meistens zerreißt und nicht wiederverwendet werden kann. Auch Baumarkt-Planen sind ein geeigneter Schutz. Zudem lässt sich auch Pappe verwenden, damit weniger Sonnenstrahlen ins Zimmer kommen.

Wer nach einer komfortablen, langfristigen Lösung sucht, ist wohl mit einer speziellen Sonnenschutzfolie besser bedient als mit einem selbstgemachten Sonnenschutz. Diese sehen beispielsweise von außen silbern aus und reflektieren das Licht, von innen kann man aber immer noch hindurchsehen. Im Zimmer wird es somit nur ein wenig dunkler, aber wahrnehmbar kühler.

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