Abschlussfeier an der "Sene"

Realschüler dürfen endlich feiern

4.8.2021, 05:35 Uhr
Schick gekleidet, aber mit Abstand und Maske: Die Familien und Freunde der glücklichen Absolventinnen und Absolventen fanden ihren Weg in den Neubau der Schule. Die feierliche Zeremonie ließ man sich auch von den Corona-Beschränkungen nicht nehmen.

Schick gekleidet, aber mit Abstand und Maske: Die Familien und Freunde der glücklichen Absolventinnen und Absolventen fanden ihren Weg in den Neubau der Schule. Die feierliche Zeremonie ließ man sich auch von den Corona-Beschränkungen nicht nehmen. © Foto: Milena Kühnlein

Die Absolventinnen und Absolventen saßen mit ihren Familien mit Masken und Abstand im Neubau der Schule. Allerdings zeugten festliche Kleider, aufwendige Frisuren und schicke Anzüge davon, dass es hier einen Grund zu feiern gibt.

Realschulrektor Stefan Burzler erinnerte bei seiner Rede daran, dass es das letzte Mal am ersten Schultag gewesen sei, dass die "Kinder" mit ihren Eltern in die Schule kamen. Auf der großen Leinwand erschien ein altes Klassenbild und der Saal begann zu raunen und lachen. Die drei Abschlussklassen wurden jeweils einzeln gefeiert, insgesamt waren es 74 Abschlussschüler. Wegen der Pandemie musste man die Feiern auseinanderziehen. Im Vorfeld wurde übrigens im Rahmen der Gottesdienste zu Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe aufgerufen: Dabei kamen mittlerweile insgesamt 500 Euro zusammen.

Stolz: Rektor Stefan Burzler verabschiedet sich von seinen Schülern.

Stolz: Rektor Stefan Burzler verabschiedet sich von seinen Schülern. © Foto: Milena Kühnlein

"Ihr seid groß geworden und das ist auch gut so. Ihr habt viel erlebt, das Schullandheim, den Schulkurs, das Schulfest, die Besinnungstage und die Abschlussfahrt", erzählte Burzler. Doch Halt: Letzteres musste natürlich wegen der Pandemie ausfallen. Insbesondere die verschobenen Prüfungen seien nicht leicht gewesen. Einen Corona-Bonus habe aber niemand bekommen.

Trotzdem hätten die Schülerinnen und Schüler jetzt eine glänzende Zukunft vor sich. Während manche durch den Abschluss "durchgerauscht" seien, hätten sich andere schwerer getan. An diesem Tag bekämen aber nun alle endlich den Lohn für die Plackerei, so der Rektor.

Chancen auf Ausbildungsplätze

So sah das auch der stellvertretende Landrat und Altbürgermeister Werner Baum. In seiner Ansprache ging er darauf ein, dass die jungen Menschen eben gerade jetzt super Chancen auf tolle Ausbildungsplätze und Jobmöglichkeiten hätten. Auch Bürgermeisterin Kristina Becker ging auf die Disziplin und das Durchhaltevermögen der Realschul-Absolventen ein, welche die Umstände der Pandemie gut gemeistert hätten. Nun stehe ein ganz neues, aufregendes Kapitel bevor.

Für den stellvertretenden Rektor Florian Schöpfel war die Verabschiedung gleich auch eine Verabschiedung für sich selbst. Er hatte an diesem Donnerstag seinen letzten Tag an der "Sene".

Dann aber durften die, um die es eigentlich geht, die Bühne betreten. Zu einem selbstgewählten Musikstück kamen alle Absolventen auf die Bühne, bekamen ihr Zeugnis und eine rote Rose geschenkt.

Dabei wurde dann vor dem Bild des ersten Schultages, das auf die Leinwand projiziert war, ein Erinnerungsfoto geschossen. Das Grinsen war bei diesem besonderen Moment allen jungen Erwachsenen ins Gesicht geschrieben.


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Herausragende Leistungen erzielten in diesem Jahrgang: David Schneider 1,18 (10aR), Lara Halbmeyer 1,08 (10bR) und Nathanael Flisar 1,64 (10cR; auch Träger des Sparkassenförderpreises). Während manche nun ab Herbst in ihre Ausbildung und damit einen neuen Lebensabschnitt starten, werde andere weiter die Schulbank drücken und zum Beispiel auf die FOS wechseln.

Doch an diesem schwülen Donnerstag steht die Vergangenheit mehr im Vordergrund als die Zukunft. Als die Sonne auf dem Pausenhof schönes Gegenlicht erzeugte, gingen die Absolventinnen und Absolventen in kleinen Gruppen nach draußen und fotografierten sich vor verschieden Locations mit ihren Familien und Freunden.

Erinnerungen an eine nun vergangene Zeit. Im Anschluss ging es für die Absolventen unter anderem in der Mocambo weiter. Ein bisschen anstoßen, ein bisschen lecker Essen: Sich einfach mal dafür selbst feiern, dass man es geschafft hat – trotz Corona.


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