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2G und 2G plus: Diese Corona-Regeln gelten nun in Bayern

26.11.2021, 10:30 Uhr
Maskenpflicht und Mindestabstand sind zwei der Corona-Schmutzmaßnahmen in Bayern.

Maskenpflicht und Mindestabstand sind zwei der Corona-Schmutzmaßnahmen in Bayern. © Daniel Bockwoldt, dpa

Derzeit gilt die nun 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV). Neu ist: Die Krankenhausampel spielt keine Rolle mehr. Relevant ist nur, ob man sich in einem regionalen Hotspot (Inzidenz über 1000) befindet oder nicht.

Auch die Begriffe 3G und 3G plus wurden aus der Verordnung komplett gestrichen - genannt werden nur noch 2G und 2G plus. 3G gilt aufgrund bundesweiter Regelungen aber am Arbeitsplatz und in den öffentlichen Verkehrsmitteln und ist eine Option für Gottesdienste.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Regelungen, die in der 15. BayIfSMV enthalten sind.

Corona in Bayern: Hier gilt 2G

2G gilt jeweils in geschlossenen Räumen folgender Bereiche:

- Gastronomie
- Hotels
- Hochschulen
- Bibliotheken und Archiven,
- außerschulische Bildungsangeboten wie berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie Musikschulen, Fahrschulen und der Erwachsenenbildung
- Dienstleistungen mit körperliche Nähe zum Kunden, die keine medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Leistungen - also beim Friseur, aber nicht bei der Krankengymnastik

Für Kinder und Jugendliche gibt es einige Ausnahmen bei der 2G-Pflicht, diese finden Sie hier.

Hier gilt in Bayern 2G plus

2G plus bedeutet: Neben dem 2G-Nachweis braucht es einen negativen Test. Das darf ein Selbsttest sein, den man vor Ort unter Aufsicht macht, ein maximal 24 Stunden alter Schnelltest oder ein bis zu 48 Stunden alter PCR-Test.

Ausgenommen sind davon Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Diese können mit Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Zeugnisses sowie eines negativen PCR-Tests Zutritt erhalten.

2G plus gilt für:

- Veranstaltungen außerhalb privater Räumlichkeiten
- Sportstätten wie Fitnessstudios und Boulderhallen
- den Kulturbereich mit Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos, Museen, Messen, Tagungen, Kongressen, Ausstellungen, Gedenkstätten, zoologischen und botanischen Gärten
- Freizeiteinrichtungen wie Bädern, Thermen, Saunen, Solarien, Seilbahnen und Ausflugsschiffen, Führungen, Schauhöhlen und Besucherbergwerken, Freizeitparks, Indoorspielplätzen, Spielhallen und -banken, Wettannahmestellen und den touristischen Bahn- und Reisebusverkehr

Für Kinder und Jugendliche gibt es einige Ausnahmen bei der 2G plus-Pflicht, diese finden Sie hier.

Das ist die Regelung für Hotspots

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 wird in Bayern das öffentliche Leben in weiten Bereichen heruntergefahren. Es reicht, wenn ein Landkreis einmalig darüber liegt. Dann gibt die zuständige Kreisverwaltungsbehörde, also das Landratsamt oder die Stadtverwaltung, dies sofort bekannt. Einen Tag später greifen schärfere Maßnahmen. Erst wenn der Landkreis fünf Mal in Folge bei maximal 1000 liegt, werden Lockerungen bekannt gegeben, die ab dem folgenden Tag gelten.

Nahezu alle Einrichtungen und Veranstaltungen, die sonst Zugangsbeschränkungen nach 2G oder 2G plus unterliegen, müssen bei einem Hotspot-Lockdown schließen. Ausgenommen sind Friseure, auch Prüfungen dürfen stattfinden.

Schulen und Kitas dürfen bei einem Hotspot-Lockdown offen bleiben. Auch der Handel muss nicht schließen - allerdings werden in Hotspot-Gebieten die Auflagen strenger. Bei einer Inzidenz über 1000 darf pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche nur noch ein Kunde in den Laden.

Kontaktbeschränkung

Sie sind zurück, wenn auch nur für ungeimpfte Personen - vorerst. In ganz Bayern dürfen sich nun maximal fünf ungeimpfte Personen aus zwei Haushalten treffen. Geimpfte, Genesene sowie Kinder unter zwölf Jahren und drei Monaten werden hier nicht mit eingerechnet.

Maskenpflicht

In geschlossenen Räumen (außer Privaträumen) muss man eine FFP2-Maske tragen. Abgelegt werden darf diese, wenn man einen festen Platz hat und den Mindestabstand zu anderen Haushalten wahrt. Wer an der Kasse durch eine Schutzwand von den Kunden abgetrennt ist, darf ebenfalls die Maske absetzen.

Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind von der Maskenpflicht befreit, bis zum 16. Geburtstag reicht eine medizinische Gesichtsmaske.

Einzelhandel und Geschäfte

In Geschäften können die Kunden auch weiterhin ohne Impf-, Genesenen- oder Testnachweis shoppen und ihren täglichen Besorgungen nachgehen. Allerdings gilt nach wie vor die FFP2-Maskenpflicht und es ist nur noch ein Kunde gerechnet auf zehn Quadratmeter zugelassen. Der Betreiber muss sicherstellen, dass überall der Mindestabstand eingehalten werden kann.

In Hotspot-Landkreisen darf im Handel nur ein Kunde auf 20 Quadratmeter kommen.

Regeln für die Gastronomie und Hotels

In ganz Bayern wird für Gaststätten und Restaurants wieder die Sperrstunde ab 22 Uhr eingeführt. Um fünf Uhr dürfen Restaurants wieder öffnen. Zudem haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zur Gastronomie und Hotels - mit einigen Ausnahmen. Für Hotels finden Sie diese hier, für die Gastronomie hier. Es gilt weiterhin die FFP2-Maskenpflicht, außer am Platz.

Gottesdienste

Entweder, Plätze werden so gestellt, dass der Mindestabstand gewahrt bleibt - dann entfällt am Platz sitzend auch die Maskenpflicht. Gleichzeitig ist die Personenzahl durch den Raum vor Ort begrenzt. Oder es nehmen nur Geimpfte, Genesene und Getestete teil - dann dürfen beliebig viele Teilnehmer kommen. Die Glaubensgemeinschaft muss ein Infektionsschutzkonzept entwickelt haben.

Regeln für Schüler

Hier gilt die Maskenpflicht auch am Platz und auch während des Sportunterrichts in Innenräumen. Wenn der Lehrer es genehmigt und beim Stoßlüften darf die Maske abgenommen werden. Grundschüler dürfen auch eine Stoffmaske tragen, alle anderen Schüler und Lehrer eine medizinische Gesichtsmaske.

Schüler müssen sich dreimal pro Woche testen lassen - nach einem Infektionsfall in der Klasse fünf Unterrichtstage lang täglich.

Regeln für Kitas

Die Betreuung erfolgt in festen Gruppen. Träger müssen drei kostenlose Tests pro Woche anbieten. Eltern und andere Personen dürfen das Gelände mit der Ausnahme vom Hinbringen und Abholen nur betreten, wenn sie einen 2G-Nachweis haben.

Clubs und Alkohol

Clubs und Discos sind geschlossen. In Verkehrsflächen von Innenstädten gilt wieder ein Alkoholkonsumverbot - die jeweiligen Städte geben an, wo dieses genau gilt.