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2G und 2G plus: Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Bayern

6.12.2021, 10:46 Uhr
Maskenpflicht und Mindestabstand sind zwei der Corona-Schmutzmaßnahmen in Bayern (Symbolbild).

Maskenpflicht und Mindestabstand sind zwei der Corona-Schmutzmaßnahmen in Bayern (Symbolbild). © Daniel Bockwoldt, dpa

Derzeit gilt die nun 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) mit Änderungen vom 3. Dezember. Neu ist:

- Seit dem 4. Dezember gibt es ein Zuschauerverbot bei überregionalen Sportveranstaltungen wie Fußballspielen.
- Für die Außengastronomie gelten jetzt die gleichen Regeln wie für die Innengastronomie, unter anderem 2G und eine Sperrstunde um 22 Uhr.
- Die Kontaktbeschränkungen wurden angepasst: Es dürfen sich ungeimpfte und nicht genesene Personen eines Hausstands mit zusätzlich höchstens zwei ungeimpften und nicht genesenen Personen eines weiteren Hausstands treffen.
- Ab dem 8. Dezember gilt 2G auch in allen Ladengeschäften - mit Ausnahme von Läden des täglichen Bedarfs.

Zusätzlich wurden weitere Änderungen angekündigt, für die bundesweit noch die rechtliche Grundlage angepasst werden muss. Daher gibt es hier noch keinen festen Starttermin. Gelten soll künftig folgendes:

- An Silvester sind Ansammlung auf öffentlichen Straßen und Plätzen verboten, falls rechtlich möglich, sollen Stadt- und Landkreisverwaltungen Feuerwerk in ihrer Stadt oder ihrem Landkreis komplett verbieten können.
- Die Kontaktbeschränkungen sollen verschärft werden. Dann darf ein Treffen, an dem eine Person ohne 2G-Status teilnimmt, nur noch einen Haushalt und zwei weitere Personen eines weiteren Haushalts umfassen. Dabei ist egal, ob die anderen geimpft sind oder nicht.
- Private Feiern sollen auf 50 Teilnehmer innen oder 200 Teilnehmer außen beschränkt werden.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Regelungen, die aktuell (Stand 3. Dezember) in der 15. BayIfSMV enthalten sind.

Corona in Bayern: Hier gilt 2G

2G gilt jeweils in geschlossenen Räumen folgender Bereiche:

- Gastronomie (auch für die Gastronomie unter freiem Himmel)
- Hotels
- Hochschulen
- Bibliotheken und Archiven,
- außerschulische Bildungsangeboten wie berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie Musikschulen, Fahrschulen und der Erwachsenenbildung
- Dienstleistungen mit körperliche Nähe zum Kunden, die keine medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Leistungen - also beim Friseur, aber nicht bei der Krankengymnastik

Für Kinder und Jugendliche gibt es einige Ausnahmen bei der 2G-Pflicht, diese finden Sie hier.

Hier gilt in Bayern 2G plus

2G plus bedeutet: Neben dem 2G-Nachweis braucht es einen negativen Test. Das darf ein Selbsttest sein, den man vor Ort unter Aufsicht macht, ein maximal 24 Stunden alter Schnelltest oder ein bis zu 48 Stunden alter PCR-Test. Nicht überall werden alle drei Testarten akzeptiert, weil Betreiber beispielsweise nicht genug Personal zur Aufsicht von Selbsttests haben.

Ausgenommen von der 2G-plus-Pflicht sind Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Diese können mit Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Zeugnisses sowie eines negativen PCR-Tests Zutritt erhalten.

2G plus gilt für:

- Veranstaltungen außerhalb privater Räumlichkeiten
- Sportstätten wie Fitnessstudios und Boulderhallen
- den Kulturbereich mit Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos, Museen, Messen, Tagungen, Kongressen, Ausstellungen, Gedenkstätten, zoologischen und botanischen Gärten
- Freizeiteinrichtungen wie Bädern, Thermen, Saunen, Solarien, Seilbahnen und Ausflugsschiffen, Führungen, Schauhöhlen und Besucherbergwerken, Freizeitparks, Indoorspielplätzen, Spielhallen und -banken, Wettannahmestellen und den touristischen Bahn- und Reisebusverkehr

Anders als bei 2G gibt es keine Beschränkung auf Innenräume. Für Kinder und Jugendliche gibt es einige Ausnahmen bei der 2G plus-Pflicht, diese finden Sie hier.

Das ist die Regelung für Hotspots

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 wird in Bayern das öffentliche Leben in weiten Bereichen heruntergefahren. Es reicht, wenn ein Landkreis einmalig darüber liegt. Dann gibt die zuständige Kreisverwaltungsbehörde, also das Landratsamt oder die Stadtverwaltung, dies sofort bekannt. Einen Tag später greifen schärfere Maßnahmen. Erst wenn der Landkreis fünf Mal in Folge bei maximal 1000 liegt, werden Lockerungen bekannt gegeben, die ab dem folgenden Tag gelten.

Nahezu alle Einrichtungen und Veranstaltungen, die sonst Zugangsbeschränkungen nach 2G oder 2G plus unterliegen, müssen bei einem Hotspot-Lockdown schließen. Ausgenommen sind Friseure, auch Prüfungen dürfen stattfinden.

Schulen und Kitas dürfen bei einem Hotspot-Lockdown offen bleiben. Auch der Handel muss nicht schließen - allerdings werden in Hotspot-Gebieten die Auflagen strenger. Bei einer Inzidenz über 1000 darf pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche nur noch ein Kunde in den Laden.

Kontaktbeschränkung

Aktuell dürfen sich Personen ohne 2G-Nachweis mit ihrem Hausstand und zusätzlich höchstens zwei Personen eines weiteren Hausstands ohne 2G-Nachweis treffen. Hierbei gilt unabhängig von dem Ort des Treffens der jeweils größere Hausstand als der "eigene" Hausstand.

Die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter zwölf Jahre und drei Monate zählen nicht mit, ebenso Geimpfte und Genesene. Ehegatten und Lebenspartner zählen als ein Hausstand, auch wenn sie nicht zusammen wohnen.

Maskenpflicht

In geschlossenen Räumen (außer Privaträumen) muss man eine FFP2-Maske tragen. Abgelegt werden darf diese, wenn man einen festen Platz hat und den Mindestabstand zu anderen Haushalten wahrt. Wer an der Kasse durch eine Schutzwand von den Kunden abgetrennt ist, darf ebenfalls die Maske absetzen.

Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind von der Maskenpflicht befreit, bis zum 16. Geburtstag reicht eine medizinische Gesichtsmaske.

Einzelhandel und Geschäfte

In Läden können die Kunden bis zum 8. Dezember ohne Impf-, Genesenen- oder Testnachweis shoppen und ihren täglichen Besorgungen nachgehen. Danach kommt es darauf an, ob es sich um ein Geschäft des täglichen Bedarfs handelt. Falls ja, wird man ohne 2G-Nachweis eingelassen - falls nein, braucht man einen. Eine Liste der Geschäfte sowie Regeln für Mischbetriebe finden Sie hier.

In allen Geschäften gilt die FFP2-Maskenpflicht und es ist noch ein Kunde gerechnet auf zehn Quadratmeter zugelassen. In Hotspot-Landkreisen darf im Handel nur ein Kunde auf 20 Quadratmeter kommen. Der Betreiber muss sicherstellen, dass überall der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Fußballspiele

Bei großen überregionalen Sportveranstaltungen gibt es keine Zuschauer. Das betrifft alle Fußballspiele und andere Sportarten, bei denen regelmäßig mehr als 500 Zuschauer kommen würden, wenn in der Liga nicht nur bayerische Mannschaften umfasst. Auch ein Derby gilt als überregional, wenn in der Liga Mannschaften aus anderen Bundesländern vertreten sind.

Regeln für die Gastronomie und Hotels

In ganz Bayern wurde für Gaststätten und Restaurants wieder die Sperrstunde ab 22 Uhr eingeführt. Um fünf Uhr dürfen Restaurants wieder öffnen. Zudem haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zur Gastronomie und Hotels - mit einigen Ausnahmen. Für Hotels finden Sie diese hier, für die Gastronomie hier. Es gilt weiterhin die FFP2-Maskenpflicht, außer am Platz.

Gottesdienste

Entweder, Plätze werden so gestellt, dass der Mindestabstand gewahrt bleibt - dann entfällt am Platz sitzend auch die Maskenpflicht. Gleichzeitig ist die Personenzahl durch den Raum vor Ort begrenzt. Oder es nehmen nur Geimpfte, Genesene und Getestete teil - dann dürfen beliebig viele Teilnehmer kommen. Die Glaubensgemeinschaft muss ein Infektionsschutzkonzept entwickelt haben.

Regeln für Schüler

Hier gilt die Maskenpflicht auch am Platz und auch während des Sportunterrichts in Innenräumen. Wenn der Lehrer es genehmigt und beim Stoßlüften darf die Maske abgenommen werden. Grundschüler dürfen auch eine Stoffmaske tragen, alle anderen Schüler und Lehrer eine medizinische Gesichtsmaske. Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen sich regelmäßig testen lassen. Für Lehrer gilt 3G.

Seit dem Schuljahr 2021/22 gelten neue Quarantänevorgaben. Gibt es einen positiven Corona-Fall in einer Klasse, gilt die Quarantäne in der Regel nur für die Schülerinnen und Schüler, die unmittelbaren Kontakt zu der erkrankten Person hatten – nicht mehr für die ganze Klasse.

Clubs und Alkohol

Clubs und Discos sind geschlossen. In Verkehrsflächen von Innenstädten gilt wieder ein Alkoholkonsumverbot - die jeweiligen Städte geben an, wo dieses genau gilt.