Coronavirus

Abkühlung gesucht? Das müssen Sie vor dem Besuch im Freibad oder am Badesee wissen

14.6.2021, 10:20 Uhr
An Badeseen ist die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 wegen der Verdünnung im Wasser äußerst gering. Unser Bild zeigt den Brombachsee im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

An Badeseen ist die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 wegen der Verdünnung im Wasser äußerst gering. Unser Bild zeigt den Brombachsee im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. © NEWS5 / Bauernfeind

Wenn mit dem Sommer die Hitze kommt, wächst die Sehnsucht nach Abkühlung. Viele Freibäder haben wieder offen, bei Inzidenzen unter 50 auch ohne Test. Aber was sollte man beim Freibadbesuch oder am Badesee beachten?

Wichtig ist insbesondere das Verhalten außerhalb des Wassers. Der Alptraum eines jeden Virologen ist der Anblick von dicht nebeneinander liegenden Handtüchern mit sich sonnenden Menschen darauf. Die Wahrung von Abstandsregeln und eine sorgsame Husten- und Nies-Etikette: Das gilt auch beim Baden im Freibad oder am Badesee.

Ein Mindestabstand von anderthalb Metern zwischen den verschiedenen Haushalten ist in Bayern auch nach wie vor vorgegeben. Wo das nicht möglich ist, beispielsweisen im Eingangsbereich eines Freibads oder in den Sanitärräumen, gilt eine FFP2-Maskenpflicht.

Wer ins Freibad will, sollte zudem auf das Hygienekonzept des Badbetreibers achten. Dort ist genau vorgegeben, wo eine FFP2-Maske getragen werden muss.

Können Viren über das Wasser übertragen werden?

Laut WHO wird der Corona-Virus nicht durch das Schwimmen im Wasser übertragen. Das Umweltbundesamt (UBA) erklärt dazu: "Das Coronavirus SARS-CoV-2 ähnelt anderen Coronaviren, für die gezeigt wurde, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt." Zudem werde das Wasser in Hallen- und Freibädern ständig aufbereitet. Aber auch bei Naturbädern und Badeseen seien "keine relevanten Konzentrationen an SARS-CoV-2 zu erwarten, die eine Infektion hervorrufen könnten."

Schwimmt man dicht neben einer infizierten Person, kann man sich natürlich trotzdem anstecken. Auch im See oder Schwimmbecken sollte man deshalb Abstand zu anderen Gruppen halten. Menschen mit Atemwegsinfekten oder Durchfall sollten grundsätzlich nicht baden, um andere nicht zu gefährden, mahnt das UBA. "Dies gilt völlig unabhängig davon, um welche potenziellen Krankheitserreger es sich im Einzelnen handelt."

Freibad: Anzahl der Besucher begrenzt

Eine Besonderheit beim Schwimmbadbesuch: Da die Anzahl der Besucher genau reglementiert werden muss, ist auch dafür gesorgt, dass die Becken und Liegewiesen nicht überlaufen sind. Pro zehn Quadratmeter zugänglicher Fläche ist ein Besucher zugelassen. Auch an einem heißen Tag hat man also potentiell viel Platz für sich.


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Dafür ist es bei einigen Freibädern schwierig, ein Ticket zu bekommen. Bei gutem Wetter sind die Karten oft schnell weg. Dann ist eventuell ein Badesee mit weitläufigen Grünflächen eine Alternative - oder das Planschbecken im eigenen Garten.