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Bahn-Ärger: Warum Go-Ahead derzeit alte Waggons einsetzt

Britisches Unternehmen betreibt jetzt die Strecke Stuttgart - Nürnberg - 16.12.2019 17:29 Uhr

Mit solchen Zügen betreibt Go-Ahead derzeit die Regionalexpress-Strecke Stuttgart-Nürnberg.

15.12.2019 © Wolfgang Laaß


Wer derzeit von Stuttgart nach Nürnberg mit dem Regionalexpress fährt, wundert sich über die Waggons, die seit dem Fahrplanwechsel zum Einsatz kommen. Verantwortlich dafür ist das britische Unternehmen Go-Ahead, das seit Sonntag die Strecke übernommen hat. Eigentlich wollte der Betreiber mit neuen sogenannten FLIRT-Triebzügen an den Start gehen, doch Lieferengpässe beim Hersteller Stadler verhinderten das.

Statt modernen Wagen mit WLAN-Zugang, Steckdosen, Klapptischen, rollstuhlgerechten Toiletten, Klimaanlagen und barrierefreien Einstiegen, kommen jetzt rund 50 Jahre alte Waggons zum Einsatz. "Es fahren die Züge, die von den Partner-Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Verfügung gestellt werden können", teilt Go-Ahead auf Nachfrage mit. Und weiter: "Diese Maßnahme war ja notwendig geworden, da unsere neuen, modernen Fahrzeuge nicht rechtzeitig genug für einen ausgiebigen Testbetrieb geliefert worden sind und erfolgte im Sinne eines möglichst zuverlässigen Verkehrs."

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Auf der Strecke Stuttgart - Nürnberg setzt der neue Betreiber zunächst auf fünf Leihfahrzeuge. Ein Zustand, der noch bis März 2020 andauern könnte, sagt das Unternehmen. Immerhin: "Die neuen Fahrzeuge sind mittlerweile im Testbetrieb", erklärt Go-Ahead.

Go-Ahead spricht von einer Pünktlichkeitsquote von 90 Prozent

Trotz der Kritik von vielen Fahrgästen zieht das britische Unternehmen ein positives Fazit seiner ersten Arbeitstage: "Insgesamt ist unser Verkehr ausgesprochen stabil angelaufen mit einer Pünktlichkeitsquote von über 90 Prozent und Ausfällen unter drei Prozent. Die ersatzweise eingesetzten Leihfahrzeuge des RE 90 auf der Murrbahn fuhren am 15. Dezember mit 5- bis 10-minütiger Verspätung. Eine einzelne Fahrt war durch einen Lokschaden, der zügig behoben werden konnte, rund 35-minütig verspätet."

Dumm nur, wenn niemand von den Verzögerungen weiß. Bis zum Fahrplanwechsel erfuhren Pendler über die App der Deutschen Bahn, ob ihr Zug ausfällt oder pünktlich kommt. Nach dem Wechsel zu Go-Ahead stand dort nichts mehr. Der neue Betreiber spricht von "einem temporären, technisch-administrativen Problem", das bald gelöst werden soll.


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