Leiche bei Ansbach gefunden: 49-Jähriger getötet - Polizei sucht Kennzeichen

6.7.2019, 16:56 Uhr
Mehrere Polzeistreifen sind derzeit in der Nähe von Rügland im Einsatz.

Mehrere Polzeistreifen sind derzeit in der Nähe von Rügland im Einsatz. © ToMa

Auch Stunden nach dem Vorfall schirmt ein Großaufgebot der Polizei den Tatort noch ab, und das weiträumig. Kräfte des Bayerischen Unterstützungskommandos (USK) sind im Einsatz, ein Helikopter steht in der Luft. Am Samstagmorgen gegen 9 Uhr, darauf deutet zumindest vieles derzeit hin, eskalierte hier am Rand von Rosenberg, einem Ortsteil von Rügland, ein Streit zwischen einem Mann, der seinen Wagen abstellte und einer bislang unbekannten Person. 

"Er hat sich wohl an seinem Fahrzeug zu schaffen gemacht, dann gerieten sie in Streit", sagt Michael Petzold, Sprecher des Präsidium Mittelfranken. Gut eine Stunde später sei der 49-Jährige leblos in einem Feld gefunden worden. Die Leiche des Mannes lag in unwegsamem Gelände, entdeckt hat sie ein Polizei-Helikopter aus der Luft. Warum der das Gebiet überflog, bleibt zunächst unklar.

Notfallseelsorger betreuen Angehörige

Man gehe derzeit von einem Gewaltverbrechen aus, sagt Petzold. Von dem Auto des Opfers seien die Kennzeichen gestohlen worden. Deshalb suche man jetzt nach Zeugen, die "verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben", wie es der Sprecher formuliert. Zudem suchen die Ermittler auch nach dem Nummernschild, die womöglich Rückschlüsse auf den Täter ermöglichen. Konkret geht es dabei um das Kennzeichen FÜ-S-2618. 

Noch am Samstagnachmittag nahmen Experten der Spurensicherung und Gerichtsmediziner ihre Arbeit auf. Die Staatsanwaltschaft Ansbach leitet die Ermittlungen. Die Leiche werde wohl relativ schnell abtransportiert um sie zu obduzieren. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, bleibt ebenso unklar wie die Frage, wie der Mann zu Tode kam. Das Auto, von dem die Kennzeichen gestohlen wurden, wurde konfisziert. Familienangehörige des Opfers werden derzeit von Notfallseelsorgern betreut.

Zeugen werden gebeten, sich umgehend mit der Polizei unter dem Notruf 110 in Verbindung zu setzen. Dabei haben die Ermittler auch Verkehrsteilnehmer im Blick, die etwas am Rügländer Ortsrand gesehen haben könnten.


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