Verstöße, Ausbrüche und Beleidigung

USK im Einsatz: 4200 Teilnehmer bei Ansbacher Demo gegen Corona-Maßnahmen

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oha

18.12.2021, 20:56 Uhr
Über 4000 Menschen versammelten sich am 18. Dezember in Ansbach um erneut gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren.

Über 4000 Menschen versammelten sich am 18. Dezember in Ansbach um erneut gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. © NEWS5 / Martin, NEWS5

Unter dem Motto "Ansbach läuft laut" haben sich erneut mehrere tausend Menschen in der Ansbacher Innenstadt versammelt, um ihren Unmut über die aktuellen Corona-Maßnahmen kundzutun.

Bereits im Vorfeld der Demonstration sorgte eine Verfügung der Stadt Ansbach, wonach die Teilnehmenden während des gesamten Demonstrationszuges eine FFP2-Maske tragen müssen, für Gegenwehr der Veranstalter. Diese erwirkten beim Verwaltungsgericht Ansbach eine Lockerung, durch die auch die Verwendung einer medizinischen Mund- und Nasenbedeckung ausreichend war - allerdings weiterhin über die gesamte Dauer der Veranstaltung.

Nach einer kurzen Auftaktkundgebung auf dem Parkplatz der Hofwiese gegen 14.30 Uhr, setzte sich sich der Zug in Richtung Innenstadt in Bewegung. Bereits nach wenigen Minuten stellte die Polizei zahlreiche Verstöße gegen die Masken-Auflage fest und versuchte, über den Versammlungsleiter die Teilnehmenden zur Einhaltung der Regeln zu bewegen - ohne Erfolg.

Polizei musste einschreiten

Daraufhin stoppte die Einsatzleitung die Demonstration. Erst nach 20 Minuten lenkte der Großteil der Demonstrierenden ein und der Zug durfte seinen Weg fortsetzen. Während der Unterbrechung versuchten etwa 200 Personen die vorgegebene Route an der Abzweigung zur Promenade zu verlassen, um in Richtung Innenstadt auszubrechen. Einsatzkräfte des USK Mittelfranken mussten einschreiten und die Masse auf die vorgegebene Strecke zurückdrängen. Gegen insgesamt 22 uneinsichtige Personen wurden Platzverweise erteilt.

Drei Versammlungsteilnehmer, die der rechten Szene zuzuordnen sind, wurden wegen wiederholter Verstöße gegen die Infektionsschutzaufnahmen angezeigt. Einer muss sich zudem wegen Beleidigung der Beamten verantworten.