Samstag, 14.12.2019

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Bei -1 Grad: Mann nach Unfall zwei Stunden in Auto eingeklemmt

Bergung des 32-Jährigen gestaltete sich als besonders schwierig - 24.11.2019 09:18 Uhr

Zwei Stunden war der Mann bei einer Außentemperatur von -1 Grad in seinem Wagen eingeklemmt. © NEWS5 / Merzbach


Kurz vor dem Ortseingang von Ebrach (Landkreis Bamberg) ereignete sich am Sonntag gegen 5.20 Uhr ein Verkehrsunfall, der einen etwas komplizierteren Einsatz der Feuerwehr erforderte. Ein 32-Jähriger war mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und in einem Graben gelandet. Nach ersten Erkenntnissen sieht es danach aus, als wäre er anschließend zwei Stunden lang in dem Wrack eingeklemmt gewesen - und das bei einer Außentemperatur von -1.

Schuld daran war offenbar, dass sich der Unfall im ländlichen Bereich ereignete: Das Verkehrsaufkommen ist dort relativ schwach, und anscheinend kam auch in diesem Fall für zwei Stunden kein anderes Auto vorbei, um den Unfall zu entdecken oder zu melden. Glücklicherweise fuhr schließlich ein Passant an der Unfallstelle vorbei und entdeckte das Auto im Graben. Er setzte sofort einen Notruf ab und hielt außerdem an, um sich zu vergewissern, ob sich jemand in dem Wrack befand. Der 32-Jährige war dabei ansprechbar. Er stellte auch sicher, dass der Bereich um das Wrack für den nachfolgenden Verkehr abgesichert war.

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Im Wagen eingeklemmt: Mann wartete bei -1 Grad zwei Stunden auf seine Rettung

Am Sonntagmorgen geriet ein 32-Jähriger mit seinem Wagen bei Ebrach in einen Graben. Zwei Stunden war er in seinem Fahrzeug eingeklemmt, ehe ihn ein anderer Fahrer entdeckte - und das bei Minus 1 Grad. Die Feuerwehr musste den circa 180 Kilo schweren Mann umständlich aus dem Auto bergen.


Als die Rettungsdienste eintrafen, wurden sie vor der Bergung des Mannes mit einem Problem konfrontiert: Der Eingeklemmte wog circa 180 Kilo. Deshalb mussten die Helfer das Fahrzeug mit Greifzügen, die sie einmal von der Burgwindheimer Seite her, sowie einmal von der Ebracher Seite her, anbrachten, langsam wieder auf die Räder zurück lassen. Dann konnte der 32-Jährige aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Es waren Feuerwehren aus Ebrach und Burgwindheim mit 50 bis 60 Leuten im Einsatz.


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mch

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