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(Fast) krawallfreier Auftakt der Sandkerwa in Bamberg

Stefan Besner

Online-Redaktion

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26.8.2022, 11:17 Uhr
Nur sehr wenige Ausnahmen trübten das ansonsten friedvolle Bild eines durchweg gelungenen Kerwa-Auftakttages im Sandgebiet.

© Nicolas Armer, dpa Nur sehr wenige Ausnahmen trübten das ansonsten friedvolle Bild eines durchweg gelungenen Kerwa-Auftakttages im Sandgebiet.

Nicht bloß die Sonne strahlte beim Beginn der 72. Bamberger Sandkerwa am Donnerstag, 25.08.22. Auch unter den zahlreichen Besuchern war die Stimmung nach Angaben der Polizei heiter bis exaltiert. Nur sehr wenige Ausnahmen trübten das ansonsten friedvolle Bild eines durchweg gelungenen Kerwa-Auftakttages im Sandgebiet - darunter auf Krawall gebürstete Wildpinkler, ein Drogenliebhaber und der Essensverkauf zur Sperrstunde.

Urinieren und randalieren

Dass bei steigendem Flüssigkeitskonsum der Blasendruck wächst, ist kein Geheimnis. Ebenso wenig, dass die Wahl der Flüssigkeit auf der Sandkerwa nicht selten Bier ist. Diese Kombination führt speziell bei männlichen Individuen häufig zum Drang, das kleine Geschäft abseits von den dafür vorgesehenen Toiletteneinrichtungen zu verrichten. So auch bei einem 19-Jährigen aus dem Bamberger Landkreis. Auf der Oberen Brücke pinkelte er an die Gebäudewand des Alten Rathauses. Als die Beamten den jungen Mann ansprachen und dessen Personalien feststellten, wurde er aggressiv und beleidigte sie. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von über 1,8 Promille. Da er sich nicht beruhigen wollte, nahmen ihn die Polizisten in Gewahrsam.

Dass Alter nicht vor Torheit schützt, bewies wenig später ein 58-Jähriger. Das Ziel seiner Blasenentleerung war eine Hauswand in der Oberen Sandstraße. Er zeigte sich ähnlich uneinsichtig wie der 19-Jährige und beleidigte die Polizisten mit derben Ausdrücken. Die Beamten stellten seine Personalien fest.

Mitgeführte Drogen und Essensverkauf zu später Stunde

Bei einem anderen Veranstaltungsbesucher beschlagnahmten Polizisten eine geringe Menge Marihuana. Ihn erwartet nun eine Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz. Reger Andrang herrschte zu sehr später Stunde in der Langen Straße. Um 3.30 Uhr morgens wurde dort an zwei Lokalitäten trotz Sperrstunde noch Essen verkauft. Die Polizei unterband die Bewirtung und leitete Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Verantwortlichen ein.


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