"Hoffen auf das Verständnis"

Paukenschlag: Fränkische Traditions-Kerwa verlangt erstmals Eintritt

Tobi Lang
Tobi Lang

Redakteur

E-Mail zur Autorenseite

1.7.2022, 08:36 Uhr
Die Bamberger Sandkerwa hat eine Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus. 

© Markus Raupach Die Bamberger Sandkerwa hat eine Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus. 

Es waren schwere Jahre für Bamberger. Gleich zwei Mal fiel die Sandkerwa dem Coronavirus zum Opfer, die Veranstalter mussten das traditionsreiche Fest absagen. In diesem Jahr, und das ist die gute Nachricht, soll aber wieder gefeiert werden. Bereits frühzeitig kündigten die Veranstalter an, dass es eine Sandkerwa ohne Einschränkungen, keine Light-Version werden soll. Jetzt gibt es weitere Details.

"Für die Seele der Bambergerinnen und Bamberger ist das eine gute Nachricht, nach den vielen Monaten des Verzichts und ausgefallener Veranstaltungen", sagt Oberbürgermeister Andreas Starke. Einen kleinen Haken gibt es dann aber doch: Erstmals in der Geschichte wird die Sandkerwa Eintritt kosten. Zuerst berichtete Radio Bamberg über den drastischen Schritt der Veranstalter.

Die Verantwortlichen sprechen von einem "kleinen Beitrag an der Finanzierung". Konkret soll das sogenannte Tagesabzeichen 2,50 Euro kosten. Dazu gibt es das traditionelle Festabzeichen für sechs Euro, das quasi als Dauerkarte für alle fünf Festtage fungiert. Grundsätzlich wird der Obolus erst ab 18 Uhr und ab 14 Jahren fällig. Davor ist der Eintritt kostenfrei.

Sandkerwa-Veranstalter hoffen auf Verständnis

Der Grund ist, wie so häufig in diesen Wochen, der Preisdruck. "Die Sicherheit der Gäste wird auch in diesem Jahr unangefochten an erster Stelle stehen", sagt Simon Franke, Vorsitzende des Bürgervereins 4. Distrikt. Ein entsprechendes Konzept, die Reinigung des Festgeländes, das Feuerwerk, das Fischerstechen - all das koste Geld, rechnen die Veranstalter vor.

Einfach sei den Verantwortlichen die Entscheidung für den Eintritt nicht gefallen, das machen sie klar. Der Vorverkauf soll in der letzten Juli-Woche starten. Einzelheiten, heißt es, werde man rechtzeitig bekanntgeben. Die Kerwa startet am 25. August und geht bis zum 29. August. "Wir hoffen auf das Verständnis unserer Gäste", betont Stadtkerwa-Geschäftsführer Horst Feulner. "Eine nachhaltige, längerfristige finanzielle Absicherung der Bamberger Sandkerwa machen diesen Schritt notwendig! Alle Besucherinnen und Besucher sind deshalb gefordert, diesen kleinen Obolus zu bezahlen, damit die Sandkerwa finanziert werden kann."