Stoschek hält markante Rede auf Neujahresempfang

Michael Stoschek wusste mit seiner Ansprache auf dem Neujahresempfang der Stadt Bamberg zu überraschen.

Michael Stoschek wusste mit seiner Ansprache auf dem Neujahresempfang der Stadt Bamberg zu überraschen. © David Ebener (dpa)

Der Enkel von Firmengründer Max Brose ist ein großzügiger Gönner der Region. Als Redner auf den städtischen Neujahresempfang in die Konzerthalle geladen, ging es diesmal nicht um die vorrangigen Bezugspunkte wie Bambergs Basketballer, das neue Verwaltungsgebäude am Laubanger oder die Unterstützung der Symphoniker.

Vielmehr widmete sich der Unternehmer der "Zukunft der Mobilität". Interessante Informationen etwa zum autonomen Fahren und Carsharing inklusive, kam er auf Elektromobilität zu sprechen. Von dieser Technologie scheint Stoschek bisher noch kein Freund zu sein. Die Batterien seien sperrig, die Lebensdauer ausbaufähig, die Speicherung der Energie allgemein und die Entsorgung ihrer Träger im Speziellen problematisch.

Geht es nach Stoschek, ist der immer umweltfreundlicher werdende Verbrennungsmotor auch in Zukunft eine gute Wahl. Der Energiebedarf für eine flächendeckende Elektromobilität in der Bundesrepublik sei mit erneuerbarer Energie derzeit noch lange nicht zu decken. Stoschek gab deshalb zu bedenken, dass die nächste Bundesregierung über den Ausstieg vom Atomausstieg nachdenken könnte. Pikant: Mit seinem Blick in die "Zukunft der Mobilität" mag Stoschek dem anwesenden E-Mobilnutzer Erzbischof Ludwig Schick auf den Schlips getreten sein, die Ex-Bundestagsabgeordnete Ursula Sowa und die GAL artikulierten ihre konträre Haltung bereits.

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