CO2-Bilanz: So viel leisten Bayerns Wälder für das Klima

1.10.2019, 17:33 Uhr
Der bayerische Wald ist ein gewaltiger Kohlenstoffspeicher. Eine im Jahr 2012 von der bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) veröffentlichte Kohlenstoffbilanz gibt den gesamten CO2-Speicher der bayerischen Wälder mit fast 2500 Millionen Tonnen an, das entspricht 693 Millionen Tonnen Kohlenstoff. Etwa je die Hälfte davon ist unterirdisch und oberirdisch in der Vegetation gespeichert.
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Der bayerische Wald ist ein gewaltiger Kohlenstoffspeicher. Eine im Jahr 2012 von der bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) veröffentlichte Kohlenstoffbilanz gibt den gesamten CO2-Speicher der bayerischen Wälder mit fast 2500 Millionen Tonnen an, das entspricht 693 Millionen Tonnen Kohlenstoff. Etwa je die Hälfte davon ist unterirdisch und oberirdisch in der Vegetation gespeichert. © Nicolas Armer/dpa

18,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr werden nach den Zahlen der LWF pro Jahr durch die bayerische Forst- und Holzwirtschaft eingespart. Zum Vergleich: Zuletzt lagen die energiebedingten CO2-Emissionen in Bayern bei 78,8 Millionen Tonnen im Jahr.
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18,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr werden nach den Zahlen der LWF pro Jahr durch die bayerische Forst- und Holzwirtschaft eingespart. Zum Vergleich: Zuletzt lagen die energiebedingten CO2-Emissionen in Bayern bei 78,8 Millionen Tonnen im Jahr. © Jens Büttner/dpa

Allerdings trägt der Wald selbst zu diesen 18,1 Millionen Tonnen pro Jahr nur 1,7 Millionen Tonnen bei. Die weitaus größte CO2-Ersparnis ergibt sich durch die Nutzung des Holzes und dadurch, dass durch die Verwendung dieses nachwachsenden Rohstoffes andere, energieintensiver gewonnene, Rohstoffe eingespart werden.
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Allerdings trägt der Wald selbst zu diesen 18,1 Millionen Tonnen pro Jahr nur 1,7 Millionen Tonnen bei. Die weitaus größte CO2-Ersparnis ergibt sich durch die Nutzung des Holzes und dadurch, dass durch die Verwendung dieses nachwachsenden Rohstoffes andere, energieintensiver gewonnene, Rohstoffe eingespart werden. © Patrick Pleul/dpa

Wenn zum Beispiel Holz in Böden, Dachstühlen oder Fachwerk verbaut wird, bleibt der Kohlenstoff dort für viele Jahrzehnte gespeichert. Mehr als 50,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid sollen insgesamt in Bayern in Holzprodukten stecken, viele auch in kurzlebigeren wie Frühstücksbrettern oder Büchern.
6,9 Millionen Tonnen werden laut LWF pro Jahr durch Substitution eingespart, wenn also zum Beispiel Holz- statt Aluminiumfenster eingesetzt werden, wenn man Tische, Fußböden oder Wände aus Holz fertigt statt aus Glas, Stahl, Beton oder Ziegeln.
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Wenn zum Beispiel Holz in Böden, Dachstühlen oder Fachwerk verbaut wird, bleibt der Kohlenstoff dort für viele Jahrzehnte gespeichert. Mehr als 50,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid sollen insgesamt in Bayern in Holzprodukten stecken, viele auch in kurzlebigeren wie Frühstücksbrettern oder Büchern. 6,9 Millionen Tonnen werden laut LWF pro Jahr durch Substitution eingespart, wenn also zum Beispiel Holz- statt Aluminiumfenster eingesetzt werden, wenn man Tische, Fußböden oder Wände aus Holz fertigt statt aus Glas, Stahl, Beton oder Ziegeln. © Julia Krieger, Bezirk Mittelfranken

7,6 Millionen Tonnen CO2-Einsparung werden von der LWF eingerechnet für das Holz, das zur Energiegewinnung verfeuert wird. Dem Holz als nachwachsenden Rohstoff wird eine deutlich günstigere Bilanz zugeschrieben als fossilen Rohstoffen wie Kohle oder Erdöl.
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7,6 Millionen Tonnen CO2-Einsparung werden von der LWF eingerechnet für das Holz, das zur Energiegewinnung verfeuert wird. Dem Holz als nachwachsenden Rohstoff wird eine deutlich günstigere Bilanz zugeschrieben als fossilen Rohstoffen wie Kohle oder Erdöl. © dpa

Deutschland hat im europaweiten Vergleich sehr hohe Holzvorräte, im Schnitt etwa 350 Festmeter pro Hektar. Bei den Bayerischen Staatsforsten liegt der Holzvorrat im Schnitt bei 280 Festmetern pro Hektar. Im Forstbetrieb Nürnberg, also im Reichswald, beträgt er derzeit 237 Festmeter. Er ist aber in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten gewaltig angestiegen und ist wegen der sandigen Böden allgemein niedriger als anderswo. Eine deutliche Steigerung der Holzvorräte ist in Deutschland laut Experten nur noch schwer möglich, im europaweiten Vergleich sind sie schon sehr hoch. Es gehe hierzulande vielmehr darum, den Wald langfristig stabil zu halten.
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Deutschland hat im europaweiten Vergleich sehr hohe Holzvorräte, im Schnitt etwa 350 Festmeter pro Hektar. Bei den Bayerischen Staatsforsten liegt der Holzvorrat im Schnitt bei 280 Festmetern pro Hektar. Im Forstbetrieb Nürnberg, also im Reichswald, beträgt er derzeit 237 Festmeter. Er ist aber in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten gewaltig angestiegen und ist wegen der sandigen Böden allgemein niedriger als anderswo. Eine deutliche Steigerung der Holzvorräte ist in Deutschland laut Experten nur noch schwer möglich, im europaweiten Vergleich sind sie schon sehr hoch. Es gehe hierzulande vielmehr darum, den Wald langfristig stabil zu halten. © Berny Meyer

Um stabilere Wälder zu bekommen, die Trockenheit und Schädlingen besser trotzen können, sollen deutlich mehr Laubbäume als bisher in bayerischen Forsten wachsen. Dafür muss man allerdings auch in Kauf nehmen, dass diese weniger Kohlenstoff speichern als Nadelbäume. Laut LWF speichern Buchen innerhalb von 180 Jahren 443 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar, bei der Eiche sind es 351 Tonnen.
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Um stabilere Wälder zu bekommen, die Trockenheit und Schädlingen besser trotzen können, sollen deutlich mehr Laubbäume als bisher in bayerischen Forsten wachsen. Dafür muss man allerdings auch in Kauf nehmen, dass diese weniger Kohlenstoff speichern als Nadelbäume. Laut LWF speichern Buchen innerhalb von 180 Jahren 443 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar, bei der Eiche sind es 351 Tonnen. © Horst Linke

Nadelbäume hingegen können grundsätzlich in kürzerer Zeit mehr Kohlenstoff binden. Bei der Fichte sind es innerhalb von 180 Jahren 665 Tonnen pro Hektar, bei der Kiefer 493.
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Nadelbäume hingegen können grundsätzlich in kürzerer Zeit mehr Kohlenstoff binden. Bei der Fichte sind es innerhalb von 180 Jahren 665 Tonnen pro Hektar, bei der Kiefer 493. © Viola Bernlocher