Ein Lamm für mehr Grün in der Stadt

5.7.2013, 12:00 Uhr
Susanne Horn von der Neumarkter Lammsbräu gratuliert Roland Brücher von Bluepingu zum Nachhaltigkeits-Preis.

Susanne Horn von der Neumarkter Lammsbräu gratuliert Roland Brücher von Bluepingu zum Nachhaltigkeits-Preis. © Roland Fengler

Bluepingu wurde vor fünf Jahren gegründet. Der Verein hat sich der Umweltbildung verschrieben. Das größte Projekt, an dem die rund 30 aktiven Mitglieder derzeit arbeiten, ist ein Stadtgarten im Nürnberger Westen. Auf einem ehemaligen Quelle-Parkplatz bauen sie auf rund 3500 Quadratmetern Gemüse an. Dabei konzentrieren sie sich auf heimische Sorten, die im Supermarkt nicht zu bekommen sind.

„Bei uns kann jeder mitmachen“, sagt Roland Brücher, einer der Stadtgärtner. Eine Aufgabenliste zeigt allen Freiwilligen, welche Arbeiten anfallen und welches Gemüse geerntet werden kann. Schulklassen können auf dem Areal bei Projekttagen lernen.

Stadtgarten erhält sehr große Resonanz

Die Hochbeete bieten auch Behinderten die Möglichkeit, Gartenarbeiten zu übernehmen. Das Konzept für den Garten war Anfang 2012 fertig, im Mai vergangenen Jahres konnten die Hobby-Gärtner dann loslegen. „Die Resonanz ist großartig“, sagt Brücher, „wir hätten nie gedacht, dass die Idee so gut angenommen wird.“ Neben Bluepingu wurden noch vier weitere Preisträger geehrt. Green City erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Unternehmen. Die Firma setzt sich dafür ein, München zukunftsfähig zu machen und organisiert unterschiedliche Aktionen, etwa zur Stadtbegrünung.

Ein weiterer Preisträger ist Prof. Jürgen Tautz von der Universität Würzburg. Er erhielt die Auszeichnung für seine Forschungen zum Schutz der Honigbiene. Der Berliner Journalist Manfred Kriener bekam den Preis für seine Artikel über Umweltthemen. Außerdem zeichnete die Neumarkter Lammsbräu die firmeneigene Schäfflertanzgruppe aus. Die 22 Tänzer halten den Zunfttanz der Fassmacher lebendig. Der Preis ist jeweils mit 2000 Euro dotiert.

Den Ehrenpreis erhielt in diesem Jahr Karl Ludwig Schweisfurth. Der 82-Jährige verkaufte 1984 sein Wurst-Unternehmen „Herta“ und gründete einen Betrieb, der die natürliche Herstellung von Lebensmitteln zum Ziel hat.
 

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