Nach wenigen Monaten

Eltern irritiert: Warum eine kürzlich geschlossene Nürnberger Kita nun doch wieder öffnen konnte

Timo Schickler

Lokalredaktion Nürnberg

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25.10.2023, 06:01 Uhr
Nur wenige Monate nach der Schließung folgt die Wiedereröffnung der Kita am Alten Sudhaus im Nürnberger Stadtteil Maxfeld. 

© Stefan Hippel, NN Nur wenige Monate nach der Schließung folgt die Wiedereröffnung der Kita am Alten Sudhaus im Nürnberger Stadtteil Maxfeld. 

Erst 2016 hat die Kita "Turmfalken" in der Nürnberger Nordstadt aufgemacht – Ende August 2023 musste sie wieder schließen. Als Grund nannte der Träger Johanniter den Mangel an Erzieherinnen und Erziehern: Immer wieder hatten Angestellte gekündigt, weil sie einen Job in einer anderen Einrichtung gefunden hätten, die näher an ihrem Wohnort gelegen habe. "Die Wohnsituation in der Nordstadt ist schwierig", sagte der Regionalvorstand der Johanniter, Kevin Schwarzer, damals im Interview mit den Nürnberger Nachrichten und spielte damit unter anderem auf hohe Mietpreise an.

"Das war ein totaler Schock", sagte ein junger Vater damals im Interview mit unserem Verlag über das Aus der "Turmfalken". Er beklagte sich auch über das vorangegangene, monatelange Chaos aus Notbetreuung wegen krankgemeldeter Erzieherinnen und Erzieher und einem ewigen Hin und Her darüber, ob sein Kind den Platz in der Einrichtung am Alten Sudhaus in Maxfeld behalten könne oder nicht.

Nach unzähligen Telefonaten kamen alle 50 Kindergarten- und Krippenkinder letztlich in anderen Einrichtungen unter, wenn auch viele nun einen weiteren Weg auf sich nehmen müssen. Jetzt hat die Kita allerdings unter dem neuen Namen "Tausendsassa" wieder eröffnet – denn durch die mediale Berichterstattung seien einige Erzieher auf Jobsuche auf die "Turmfalken" aufmerksam geworden, sodass schließlich wieder genügend Bewerbungen für ein neues Team eingingen. Glücklich sind die Eltern über das neue Angebot trotzdem nicht. Warum nicht, lesen Sie in unserem Hintergrundartikel auf NN.de.

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