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100 Tage bis zur Bergkirchweih: Erste Fans pilgern auf die Baustelle

Veranstaltung in Erlangen gibt es seit 39 Jahren - 24.02.2020 11:54 Uhr

Biere sehr unterschiedlicher Art von verschiedenen Hobbybrauern konnten auch diesmal wieder probiert werden.

23.02.2020 © Roland G. Huber


Die Veranstaltung wird immer älter, das Publikum aber seit einigen Jahren wieder jünger: Die "100 Tage bis zum Berg", vor 39 Jahren von Hannes Hacker, Ton Barmentloo und Wolfgang Kühnel als Flaschenbiergaudi aus der Taufe gehoben und seit Jahren Treffpunkt der fränkischen (Hobby-)Brauerszene, ist gut durchmischt.

Natürlich sind da die junggebliebenen Alten, wie der Mentor der Veranstaltung, Jochen Buchelt. Der betreut die Veranstaltung vor der Erlanger Bergkirchweih seit vielen Jahren als Obmann fürs Erlanger Bierwesen im Heimatverein. Oder Steinbach-Senior Dieter Gewalt, der als Markenbotschafter der Brauerei einen Vogel hatte – genauer: er trug das Brauerei-Wahrzeichen, den Storch, als Hut und zeigte damit zeitgemäße Faschingsqualitäten. 

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Nur noch 100 Tage bis zur Bergkirchweih! Berg-Freunde trafen sich auch in diesem Jahr traditionell am Faschingssonntag auf dem Erich-Keller, um gemeinsam Bier und Brotzeit zu testen. Seit 1983 besteht diese Tradition, die einst von Hannes Hacker begründet wurde, und den Feierwütigen seitdem traditionell die Zeit bis zum Start der Kirchweih verkürzt.


Bergkirchweih Erlangen: Brauer zeigen im Vorfeld ihre Kunst

Sein Bierfässchen, abgefüllt mit einem Dinkel-Weizenbock, sollte natürlich an diesem Tag nicht das einzige bleiben. Angestochen wurde es übrigens vom Erlanger Bier-Enthusiasten und Martinitreffen-Mitbegründer Werner Vogel. 


Erlanger Bergkirchweih wird zur Sperrzone für Flaschensammler


Neu in der Runde war Marco Krapp aus Alterlangen, der ein "Alterlanger Seebrunserla" mitgebracht hatte – ein Hausbräu, in dem Saphir- und Bavaria-Mandarina-Hopfen einbraut worden war. René Ermler hatte sich diesmal mit seinem Bairisch Märzen einer Separatistentruppe angeschlossen, die, etwas abseits vom Geschehen, Rehschaschlik und Wildschweinbratwürste auf den Grill legte. Andernorts wurden fränkische Bratwürste gesehen, aber auch Weißwürste wurden nicht verschmäht.

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Umfangreichen Sanierungsmaßnahmen finden Anfang 2020 auf dem Gelände der Bergkirchweih im Bereich des Hofbräu- und Henninger Kellers statt. Diese sollen bis zum Festbetrieb Ende Mai abgeschlossen sein.


Aus Fischbach bei Nürnberg hatte zum wiederholten Male die Streubräu, ein genossenschaftlicher Zusammenschluss von Hobby-Brauern, auf die Veranstaltung gefunden und schenkte einen eigenen Sud aus.

Noch ist das Bergkirchweihgelände eine Baustelle

Und Tobias Medla, einst "Lehrbub" in der Brauerei Steinbach, beäugte das Können seiner Kollegen aus neuer Sicht: Er ist in der Ammerndorfer (Dorn-)Brauerei als Braumeister eingestellt worden und mehrt seitdem den Ruhm des namhaften Bieres im Landkreis Fürth.

Dass die Luft frisch und rein geht, behauptete auch in diesem Jahr beim Frankenlied die Bläsergruppe Frauenaurach unter Dirigent Hannes Zehnter. Sie hielt mit ihrem sonoren Sound eine Veranstaltung zusammen, die wegen der Umbauarbeiten auf dem Bergkirchweih-Gelände ein wenig zerfleddert wirkte. Das innere Band, die Liebe zum Erlanger und fränkischen Bier, konnten aber auch sie nicht zerreißen. 

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PETER MILLIAN

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