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14 Bürgermeister hoffen auf einen Ost-Ast der StUB

Eine Vorstudie soll Entscheidungsgrundlage schaffen - 11.04.2019 14:49 Uhr

"Wenn wir jetzt handeln, haben wir noch eine Chance auf einen zukunftsfähigen Nahverkehr!" In diesem Appell des Buckenhofer Bürgermeisters Georg Förster konnten sich alle Bürgermeister der Gemeinden östlich von Erlangen wiederfinden, die sich zum "landkreisübergreifenden interkommunalen Bündnis Ostachse Stadt-Umland-Bahn" (LIBOS) zusammengeschlossen haben.

Die Busspur zwischen Buckenhof und Uttenreuth. © Harald Sippel


Zuvor hatte es bei der Sitzung der "Initiative" in Eckental Differenzen um die von Uttenreuth beantragte Erweiterung der angestrebten Machbarkeitsstudie der Verlängerung der StUB nach Osten hin gegeben: Die vom dortigen Gemeinderat erneut aufgeworfenen Fragen einer "Südumgehung" und eines (Straßen-)"Tunnels" lehnten alle anderen anwesenden Gemeindechefs ab; das sei nicht Aufgabe des "Bündnis’" aus 14 Gemeinden in den Landkreisen ERH und Forchheim und der Stadt Erlangen.

Uttenreuths Bürgermeister Frederic Ruth selbst zog die weitere Forderung nach erneuter Prüfung eines "regional optimierten Bussytems" wieder zurück, da seitens des Verkehrsverbundes (VGN) und des StUB-Zweckverbands der "Verkehrsmittel übergreifende" Charakter des in die Wege geleiteten Gutachtens betont wurde. Einigkeit herrschte schliesslich auch darin, dass man — nach den Worten Försters — "als gewählte Vertreter nun demokratisch, sauber, offen und immer im Dialog mit den Bürgern vorarbeiten" wolle, um "die Fakten aufzuzeigen" und zu belastbaren Entscheidungsgrundlagen zu kommen, die in Teilen schon im Frühsommer, endgültig dann im Herbst vorliegen sollen.

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Große Einigkeit herrschte in der Einschätzung, dass es jetzt nicht darum gehe, über Ja oder Nein zum StUB-Ostast zu entscheiden. Vielmehr wolle man mit der eingeleiteten Vorstudie "aktuelle Zahlen" für eine "handfeste Entscheidungsgrundlage erarbeiten, mehr nicht", betonte Eckentals Bürgermeisterin Ilse Dölle. Wenn diese Daten vorliegen, dann könne, müsse und wolle man die zuständigen Gremien und die Bürger "umfassend einbeziehen in die Entscheidung, die dann erst ansteht", sekundierte Förster. Auch sein Dormitzer Kollege Holger Betzold hatte schon angesichts "kontroverser Diskussion im Gemeinderat" der Beteiligung der Bürger das Wort geredet.

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Erlangens Baureferent Josef Weber ergänzte, dass man, wenn man nicht jetzt die Erweiterung der ("Haupt"-)StUB zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach nach Osten hin gründlich und vor dem Hintergrund geänderter Einwohnerzahlen und Rahmenbedingungen prüfe, im Gegenteil den Bürgern eine Wahlmöglichkeit sogar wegnehme: "Der Zug fährt Ende 2019 ab!". Die Stadt Erlangen wie der gesamte StUB-Zweckverband wollten solange aber "die Tür offen lassen" und einen eventuellen Ost-Ast möglichst "schon mitberücksichtigen".

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"Wir stehen mit dem langen Prozess eines StUB-Ost-Astes erst ganz am Anfang", betonte LIBOS-Sprecher Förster wiederholt. Dennoch sehe er persönlich die StUB-Erweiterung nach Osten im Blick auf die weiter steigenden Verkehrsbelastungen als notwendiges und sinnvolles "Zukunftsprojekt".

Beim nächsten Treffen der LIBOS-Bürgermeister vor Pfingsten jedenfalls will man schon über die Vorstudie sprechen; für den Herbst sind dann die Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Rechnung anvisiert. 

Helmut G. Bauerreis

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