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Bergkirchweih Erlangen steht auch 2021 vor dem Aus

Die Stadt will "Alternativen" für die Schausteller prüfen - 04.02.2021 19:21 Uhr

Der offizielle Termin für die Bergkirchweih ist noch nicht gestrichen. Doch wohl niemand rechnet damit, dass es am 20. Mai einen Anstich geben wird.

04.02.2021 © Archivfoto: Harald Sippel


Während Sie diese Zeilen lesen, läuft im Internet auf der Bergkirchweih-Hompepage der Countdown mit der "Zeit bis zum Anstich". Dabei ist wohl jedem derzeit klar: Nachdem der "Berg" in der Corona-Krise bereits 2020 entfallen musste, kann auch derzeit niemand davon ausgehen, dass die Bergkirchweih 2021 in gewohnter Form stattfinden wird.

"Man müsste schon ein wahnsinniger Optimist sein, um zu glauben, dass dieses Jahr die Bergkirchweih als Großereignis auf dem Festgelände an den Kellern stattfinden kann. Die Chancen sind in etwa so hoch, als ob der 1. FC Nürnberg zum Saison-Ende noch auf einen der ersten drei Plätze in der 2. Bundesliga klettern wird", sagt Konrad Beugel, der als Erlangens Wirtschafts- und Finanzreferent auch für die Bergkirchweih zuständig ist.

Keine Verlegung vorgesehen

Wie die Corona-Lage im Mai aussehen wird und in welcher Form Veranstaltungen möglich sein könnten, muss sich also erst zeigen. Terminiert ist die Fünfte Erlanger Jahreszeit für 2021 vom 20. bis 31. Mai. Und "Bergreferent" Beugel stellt mit Blick auf Forderungen nach möglichen Verlegungen klar: "Bei uns findet eine Bergkirchweih nur zu Pfingsten statt." Zwar hat – wie üblich – eine Ausschreibung für die Schausteller stattgefunden, doch die Planungen im Rathaus laufen derzeit auch in andere Richtungen.

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Zunächst einmal muss eine Grundsatzentscheidung über die Durchführung gefällt werden: "Um allen Beteiligten Planungssicherheit zu geben, wird die Stadt nach den Faschingsferien über die Bergkirchweih 2021 definitiv entscheiden", heißt es in der offiziellen Stellungnahme aus dem Rathaus. Und weiter: "Großveranstaltungen sind gegenwärtig auf Grund der Pandemielage weiterhin verboten und nicht verantwortbar. Es werden Möglichkeiten geprüft, ob den stark belasteten Schaustellern Alternativen geboten werden können."

"Historisch geschützt"

Doch wie könnten solche Möglichkeiten aussehen? Was es sicherlich – wenn es die Corona-Lage zulässt – wieder geben kann, ist der Betrieb des Entlas-Bierkellers. "Die Betreiber besitzen wie auch die des Altstädter Schießhauses eine Gaststätten-Konzession und müssen dann nicht extra eine Genehmigung einholen", erläutert Beugel.

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Dass – wie es manche Stimmen in Erlangen fordern – die Keller in einem Wechselbetrieb öffnen, kann sich Beugel schwer vorstellen: "Dafür müsste eine Sondernutzung beantragt werden. Dafür ist das Ordnungsamt zuständig." Bei solchen Anliegen erinnert er daran, dass die Bergkirchweih jedes Jahr nur deshalb in einem Wohngebiet als Ausnahme stattfinden kann, da es sich um ein "historisch geschütztes, seltenes Ereignis" handelt. "Als Stadt müssen wir rechtlich sehr gut aufpassen. Aber: Ich bin nicht derjenige, der das zu entscheiden hat."

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Und wie sieht es mit den Betreibern von Fahrgeschäften, Essensständen und anderen Buden aus? Beugel verweist auf Erfahrungen, die Erlangen und andere Städte 2020 bereits mit dezentralen Lösungen gemacht haben. Es müsse sehr genau hingesehen werden, was sich auf Erlangens Plätzen realisieren lasse. Denn eins ist klar: Eine "normale" Bergkirchweih wird es auch 2021 sicherlich nicht geben.

smö

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