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Die Fahrradstadt Erlangen baut aus

Auch in den kommenden Jahren wird in Infrastruktur investiert - 15.04.2019 12:30 Uhr

Der Radweg Dechsendorf-Heusteg wurde 2017 freigegeben. Die Stadt sieht trotz der vorhandenen Wege immer noch „Luft nach oben“ und will weiter investieren. © Aslanidis


Oberbürgermeister Florian Janik ist zwar stolz darauf, dass Erlangen auch angesichts des Stadtwachstums seinen hohen Radfahreranteil konstant halten konnte, findet aber auch, dass man noch lange nicht fertig ist. "Wir halten zwar einen hohen Standard", so Janik, "aber diesen wollen wir auch ausbauen."

Im ADFC-Fahrradklima-Test lag Erlangen zwar auf dem zweiten Platz der Städte zwischen 100 000 und 200 000 Einwohnern, aber es zeigten sich auch einige Probleme, die Erlangens Radler täglich spüren. Diese sollen nun mit umfangreichen Verbesserungen an der Fahrradinfrastruktur der Stadt angegangen werden.

So ist es ein Ziel, das Fahrrad auf möglichst vielen Strecken zur schnelleren, praktischeren und sichereren Wahl zu machen, als das Auto. Etliche Radfahrer fühlen sich beispielsweise immer noch nicht wohl mit der Änderung, Fahrradwege vom Gehweg auf die Straßen zu verlegen. Obwohl dies zwar statistisch zu weniger Unfällen führt, fühlen sich Radfahrer von Autos oft nicht als vollwertige Verkehrsteilnehmer angesehen, was zur Unsicherheit führt.

Auch mehr Abstellmöglichkeiten für Räder sind geplant. Ein Fahrradparkhaus am Bahnhofsplatz zum Beispiel ist schon zum Bau bereit, meint Bau- und Planungsreferent Josef Weber: "Wir warten nur noch auf die Freigabe durch die Deutsche Bahn."

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Diese und weitere Möglichkeiten zum Abstellen und Absperren von Fahrrädern sollen zum einen das Chaos durch kreuz und quer geparkte Fahrräder in der Stadt als auch die aktuell hohe Fahrraddiebstahlrate verringern. Auch außerhalb der Stadt hat man Großes vor: Um Pendlern das Radfahren zur Arbeit schmackhafter zu machen, sollen Radschnellwege aus der Umgebung nach Erlangen führen, die ein ebenerdiges und möglichst kreuzungsfreies Fahrerlebnis bereithalten sollen.

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Neben all den Plänen hat man auch vor, das Netz zu verbessern, Bodenbeläge zu erneuern und Lücken im innerstädtischen Radwegenetz zu schließen.

Tim König

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