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Die Uni bröckelt: Kochstraße 4 ab sofort gesperrt

"Gefahr für Leib und Leben" an der FAU: Philosophie-Gebäude wird geschlossen - 22.07.2013 19:02 Uhr

In der Kochstraße sind mehr als vier Quadratmeter Deckenputz herabgefallen und haben die Arbeitsplätze von Beschäftigten der Klassischen Archäologie verschüttet. © FAU


Nachdem bereits im Juni im Untergeschoss des Philosophischen Seminargebäudes ein Teil einer Decke heruntergebrochen und auf einen Schreibtisch gestürzt war, hat das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg eine flächendeckende Untersuchung der Putzdecken in diesem Anwesen durch einen Sachverständigen angeordnet. Zwar liegen die Untersuchungsergebnisse noch nicht vollständig vor, allerdings zeigt sich bereits, dass in weiteren Räumen mit einer Gefahr für Leib und Leben gerechnet werden muss, sagte Uni-Kanzler Thomas A. H. Schöck.

Aus diesem Grund sieht sich die Universität gezwungen, vorsorglich das gesamte Gebäude, in dem unter anderem die Fächer Geschichte, Politische Wissenschaft und die Antikensammlung untergebracht sind, bis zum endgültigen Vorliegen der Untersuchungsergebnisse  - mindestens aber bis zum 2. August - mit sofortiger Wirkung zu sperren. „Auf der Grundlage des dann vorliegenden Ergebnisses wird die Universität entscheiden, welche weiteren Schritte einzuleiten sind“, erklärte Schöck.

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Feuchte Wände und rostige Türen: Nicht nur die Studierenden beklagen unhaltbare Zustände an der Philosophischen Fakultät der FAU und fordern höhere Mittel für den Bauunterhalt. Im Juli 2013 musste das Gebäude in der Kochstraße 4 bis auf weiteres komplett gesperrt werden.


Auch wenn die Schließung in die vorlesungsfreie Zeit fällt, sind im Gebäude in der Kochstraße Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Wissenschaft und Verwaltung tätig. Die betroffenen Mitarbeiter wurden von der Uni-Leitung von der Arbeitsleistung freigestellt. „Soweit die Möglichkeit besteht, soll von zu Hause oder von anderen geeigneten Orten aus gearbeitet werden“, meint Schöck.

„Für den Fall, dass Beschäftigte persönliche Gegenstände oder Arbeitsmaterial aus ihrem Büro holen müssen, können sie zwischen 8 und 14 Uhr für jeweils maximal 30 Minuten das Gebäude betreten.“

Außerdem finden dort zur Zeit zahlreiche schriftliche und mündliche Prüfungen statt, die verlegt werden müssen. Dafür hat die Universität vor Ort ein Lagezentrum eingerichtet, das für die kurzfristige Organisation von Ersatzräumen und für alle sonstigen Fragen zur Verfügung steht.

Betroffene Studierende sollten sich frühzeitig in der Kochstraße einfinden, um sich rechtzeitig informieren zu können, wo ihre Prüfung stattfindet. Das Lagezentrum ist vor Ort ausgeschildert und am 23. und 24. Juli zunächst nur persönlich, nicht via Telefon oder Mail, zu erreichen. Bekannte Ersatzräume werden am Haupteingang Kochstraße ausgehängt.

ix/Markus Kaiser

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