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Die Uni Erlangen hat den Himbeerpalast von der Siemens AG übernommen

Im ehemalige Verwaltungsgebäude sollen 7000 Studenten unterrichtet werden - 16.04.2021 17:50 Uhr

Mit dem Verschwinden des Siemens-Schriftzugs beginnt die Uni-Ära des Himbeerpalastes auch optisch.

16.04.2021 © Harald Sippel


ERLANGEN – "Denkvermögen, Verstand, denkender Geist." So übersetzt das Pons-Wörterbuch das lateinische Wort "Mens". Und genau dieser Begriff blieb nach der ersten spektakulären Fahrt der Handwerker mit ihrem Arbeitskran vom einstigen Schriftzug "Siemens" an der Fassade des ehemaligen Verwaltungsgebäudes übrig. "Das ist genau die Symbolik, die wir uns alle wünschen", stellte Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler bei der offiziellen Übergabe des Gebäudekomplexes der Siemens AG an die Friedrich-Alexander-Universität klar.

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Platz für das FAU-Logo am Himbeerpalast

Bereits im Dezember wurden die Schlüssel zum Erlanger „Himbeerpalast“ von der Siemens AG an die FAU übergeben – nun hat die Universität das Gebäude ganz offiziell übernommen. Um die Übergabe auch nach außen hin sichtbar zu markieren, wurde während des Termins symbolisch der erste Buchstabe des Siemens-Schriftzugs vom Gebäude entfernt – in Zukunft ist dann Platz für das FAU-Logo.


Von einen "epochalen Schritt" für Erlangen sprach Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der mit Blick auf den längst begonnenen Umzug des Konzerns aus der Innenstadt in den SiemensCampus betonte, wie dankbar die Staatsregierung sei, dass der Weltkonzern der Region weiterhin die Treue hält.

Neue Heimat für die Philosophische Fakultät

Nach Sanierung, Umbau und Erweiterung wird der "Himbeerpalast" den größten Teil der Philosophischen Fakultät und des Fachbereichs Theologie der FAU aufnehmen: Über 7000 Studenten sowie 1000 Mitarbeiter werden dort Platz finden. Der Standort Bismarckstraße wird aufgegeben. Zudem entstehen im "Himbeerpalast" das neue Sprachenzentrum, eine Caféteria und ein zentrales Servicezentrum.

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Der Himbeerpalast - Ein Symbol für Siemens in Erlangen

1953 war das Siemens-Verwaltungsgebäude an der Werner-von-Siemens-Straße fertig und erhielt bald im Volksmund den Spitznamen „Himbeerpalast“ oder auch „Himbeerschlösschen“. Der Himbeerpalast war aber auch ein Symbol und stand damit als äußeres Zeichen eines dauerhaften Aufenthalts von Siemens in Erlangen.


Teil des komplexen Bauvorhabens ist auch die Errichtung eines modernen Bibliotheks-Neubaus, der das denkmalgeschützte Gebäude ergänzen wird. Insgesamt entstehen durch das Bauvorhaben Himbeerpalast über 28 000 Quadratmeter Hauptnutzfläche für die Fakultät und die damit verbundenen Einrichtungen. Wissenschaftsminister Sibler berichtete, dass der Architektenwettbewerb bereits ausgelobt sei. "Im Dezember möchten wir diesen abschließen können, damit wir so schnell wie möglich hier studentisches Leben hineinbekommen."

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Roter Glanz: Der Himbeerpalast in Erlangen

Bereits seit 1953 steht mitten in Erlangen der Himbeerpalast. Seinen Namen erhielt das Verwaltungsgebäude von Siemens aufgrund der fruchtigen roten Farbe und imposanten Größe. Derzeit überlegt die Universität Erlangen, ob sie einen Teil der Philosophischen Fakultät in Zukunft in dem Gebäude unterbringt. Dazu wären jedoch größere Umbaumaßnahmen nötig.


Matthias Fischbach tritt hingegen auf die Euphorie-Bremse. "Wer sich jetzt Hoffnungen auf eine schnelle Nutzbarkeit des Himbeerpalasts für die Friedrich-Alexander-Universität macht, muss leider enttäuscht werden." Der FDP-Landtagsabgeordnete und Bildungsexperte aus Erlangen hatte kürzlich mit einer Anfrage an das Bauministerium herausgefunden, dass der Umbau und die Sanierung des "Himbeerpalasts" mit Bibliotheksanbau noch bis ins letzte Halbjahr 2028 dauern sollen.

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Siemens räumt den Himbeerpalast in Erlangen

Siemens bereitet den Abschied vor von einem Büro- und Verwaltungsgebäude, das auch ein Wahrzeichen der Stadt ist. Ende 2020 übergibt Siemens dann den Gebäudekomplex an den Freistaat. Dort soll die Universität einziehen.


smö

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